Alessandro Solbiati (* 5. September 1956 in Busto Arsizio/Provinz Varese, Lombardei) ist ein italienischer Komponist und Musikpädagoge.
Leben Solbiati studierte nach einem zweijährigen Physikstudium am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand Klavier bei Eli Perrota und Komposition bei Sandro Gorli. Parallel besuchte er zwischen 1977 und 1980 die Kompositionsklassen von Franco Donati an der Accademia Musicale Chigiana in Siena. Von 1982 bis 1995 unterrichtete er Kontrapunkt und Komposition am Conservatorio Giovanni Battista Martini in Bologna. Darauf wurde er Professor für Komposition am Conservatorio Giuseppe Verdi, wo er bis 2023 unterrichtete. An der Sommerakademie Centre Acanthes gab er 1996 in Avignon und 2005 in Metz Kurse, und Meisterklassen leitete er 1997 und 2001 am Pariser Konservatorium, 2002 am Konservatorium von Mexiko-Stadt und 2003 am Konservatorium von Lyon. Seit 2023 unterrichtet er die Meisterkurse an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Unter anderem studierten Þuríður Jónsdóttir, Maël Bailly, Roberto Brambilla, Matteo Franceschini und Clara Iannotta Komposition bei ihm.
Das kompositorische Werk Solbiatis umfasst mehr als 300 Titel, darunter Werke für Soloinstrumente und Kammermusik, Werke für Elektronik und für Volksinstrumente, Lieder, Chor- und sinfonische Werke. Seine Werke wurden international bei Konzerten und Festivals aufgeführt und vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Er vertonte Gedichte von Rainer Maria Rilke, Friedrich Hölderlin, Charles Baudelaire und Stefan George. Sein erstes Bühnenwerk Attraverso wurde 1989 in Brescia uraufgeführt, im selben Jahr fand im Centre Georges-Pompidou die Uraufführung seines Oratoriums Nel Deserto statt.
Im Auftrag des Teatro Giuseppe Verdi in Triest komponierte er seine erste Oper Il carro e i canti nach Alexander Puschkins Drama Das Gelage während der Pest. Seine zweite Oper Leggenda (2011) nach der Großinquisitor-Legende aus Fjodor Dostojewskis Die Brüder Karamasow war ein Auftragswerk des Teatro Regio di Torino. Mit der 2015 am Teatro Comunale di Bologna uraufgeführten Oper Il suono giallo gewann er 2015 einen Premio Abbiati der Associazione Nazionale Critici Musicali.
Werke
Quellen IRCAM Centre Pompidou: Alessandro Solbiati Accademia Nazionale di Santa Cecilia: Alessandro Solbiati Babelscores: Alessandro Solbiati
Weblinks Website von Alessandro Solbiati
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