Louise Charlotta Hildegard Malwine Gräfin von Maltzan (* 10. August 1812 in Berlin; † 15. August 1899 in Charlottenburg) war eine deutsche Übersetzerin. Sie wurde insbesondere durch ihre Übertragungen französischer Klassiker (darunter Pierre Corneille, Molière, Jean Racine und Voltaire) für die Universal-Bibliothek des Verlags Philipp Reclam jun. bekannt.

Leben Malwine von Maltzan wurde 1812 als Tochter des Reichsgrafen Eugen von Maltzan († 11. August 1845), der als königlicher Kammerherr des Prinzen Wilhelm von Preußen diente, und der Ulrike Gräfin von Maltzan geb. Seelmann geboren. Sie verbrachte ihre Jugend in Charlottenburg (heute zu Berlin), wo sie eine höhere Mädchenschule besuchte. Sie starb unverheiratet 1899 im Alter von 87 Jahren in ihrer Wohnung Wilmersdorfer Straße 25 in Charlottenburg.

Wirken Maltzan widmete sich der Übersetzung bedeutender französischer Bühnenwerke des 17. und 18. Jahrhunderts in das Deutsche. Ihre Arbeiten erschienen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Leipzig bei Reclam und erlangten durch die weite Verbreitung der Universal-Bibliothek eine hohe Relevanz für die deutschsprachige Rezeption der französischen Klassik. Zu ihren bekanntesten Arbeiten gehört die Übersetzung von Corneilles Der Cid.

Übersetzungen (Auswahl) Pierre Corneille: Der Cid. Trauerspiel in fünf Aufzügen. Philipp Reclam jun., Leipzig [ohne Jahr] (= Reclams Universal-Bibliothek, Band 487). Jean Racine: Athalie. Ein Trauerspiel. Philipp Reclam jun., Leipzig [ohne Jahr]. Voltaire: Zaire. Ein Trauerspiel. Philipp Reclam jun., Leipzig [ohne Jahr].

Literatur Maltzan, Malwine Gräfin. In: Sophie Pataky (Hrsg.): Lexikon deutscher Frauen der Feder. Band 2. Verlag Carl Pataky, Berlin 1898, S. 12 (Digitalisat bei der Universität Heidelberg).

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