Emily Kuhn (* 1994 in Charlottesville) ist eine amerikanische Jazzmusikerin (Trompete, Komposition).

Leben und Wirken Kuhn spielte in der Schulband und wurde zudem früh im Jazzbereich durch John D’Earth als Lehrer gefördert. Nach der Highschool erwarb sie an der Oberlin University zwei Bachelor-Abschlüsse in den Fächern Jazztrompete und Umweltwissenschaften. Dort erhielt sie auch Unterricht bei Eddie Henderson, Jamey Haddad und Sean Jones.

2016 zog Kuhn nach Chicago und gründete dort ihr Kammerjazz-Nonett Helios. Darüber hinaus trat sie mit der Latin-Fusion-Band Son Monarcas, Sam Pilnicks Nonet Project, John Dorhauers Heisenberg Uncertainty Players sowie Christy Bennetts Fumée auf. 2020 veröffentlichte Kuhn ihr Debütalbum Sky Stories bei BACE Records, an dem sowohl ihr Helios-Streichensemble als auch eine Formation ohne Harmonieinstrument bestehend aus dem Trompeter Joe Suihkonen, der Bassistin Katie Ernst und dem Schlagzeuger Nate Friedman mitwirkten. Ihr zweites Album, Ghosts of Us, erschien selbstproduziert 2023; darauf widmete sie sich erneut einem lyrischen Post-Bop-Jazz, diesmal mit einem akustischen Quintett, dem der Gitarrist Erik Skov, die Pianistin Meghan Stagl, der Bassist Kitt Lyles und der Schlagzeuger Gustavo Cortiñas angehörten. In gleicher Besetzung folgte bei Desafío Candente Records 2026 das Album Feathered Things, das international gute Kritiken erhielt.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Kuhn auch als Pädagogin aktiv. Sie ist als Programmdirektorin für Music Inc. tätig und hat unter anderem bei Chicago Jazz Philharmonic, den Chicago Youth Symphony Orchestras und dem Stanford Jazz Workshop unterrichtet.

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