Gonionida ist eine Gattung der Mittelkrebse mit über 60 rezenten Arten. Sie kommen im Indischen Ozean und Pazifik vor. Der Gattungsname ist von abgeleitet und nimmt auf die Gestalt des vierten Sterniten Bezug.

Merkmale Die Seitenränder des Carapax sind gerade oder leicht konvex, die Rückenseite weist deutliche Querstreifen mit nicht-irisierenden Borsten auf. Das Paar epigastrischer Dornen liegt unmittelbar hinter den Augenstielen und wird von weiteren Dornen flankiert, protogastrische Dornen fehlen. Der seitliche Kiemenrand ist mit fünf Dornen bewehrt. Die Pterygostom-Falte ist unbewehrt und von oben nicht sichtbar. Das Rostrum (mittiger Stirnfortsatz) ist stachelartig, selten seitlich zusammengedrückt. Es wird von den Überaugendornen flankiert, zwischen beiden verläuft eine flache Längsrinne. Das Epistom weist einen Kamm auf, der vom Mundrand ausgeht und seitlich bis zur Öffnung der Antennendrüse reicht. Die hinteren Platten des Telsons sind etwa so lang wie breit.

Das thorakale Sternum ist etwas breiter als lang und im Bereich des siebten Sterniten am breitesten. Der dritte Sternit ist etwa drei- bis viermal so breit wie lang und so breit. Der vierte Sternit ist dreieckig und vorn schmal. Die Seitenteile der hinteren Sterniten sind ohne Kiel. Die Augenstiele sind frei beweglich, die Cornea (Abschnitt mit den Facettenaugen) ist erweitert. Das erste Antennulenglied ist mittellang und schlank, etwa doppelt so lang wie breit und mit zwei Dornen am Ende und zwei Dornen an der Seite bewehrt, wobei der innenseitige mehr als halb so lang wie der außenseitige ist. Das erste Antennenglied ist nicht mit dem Epistom verschmolzen und trägt innenseitig einen deutlichen Dorn, der das Ende des zweiten Glieds erreicht oder überragt. Das zweite Antennenglied ist innen- und außenseitig am Ende mit einem Dorn bewehrt, die Antennengeißel ist relativ lang. Der dritte Maxilliped ist schlank, sein Ischium verlängert und der Merus mit mehr als einem Dorn am Beugerand bewehrt. Die Finger der Scherenbeine sind kürzer als die Hand. Die Schreitbeine (Pereiopoden 2 bis 4) sind relativ schlank und stachlig. Der Beugerand der Endglieder ist mit einer Reihe borstenartiger Dornen besetzt, die jeweils von einem sehr niedrigen Fortsatz entspringen. Der Merus des letzten Schreitbeins (P4) ist kurz, nur etwa halb so lang wie der des ersten Schreitbeins. Erstes und zweites Gonopodium sind ausgebildet.

Die Gattung ähnelt am ehesten der mit ihr am engsten verwandten Gattung Trapezionida. Sie unterscheidet sich von dieser in der Gestalt des vierten Sterniten und in der Länge des letzten Schreitbeins.

Systematik Die Gattung umfasst folgende rezente Arten: Gonionida abrolhos (, 2021) Gonionida acacia (, 2007) Gonionida aequalis (, 2004) Gonionida africana (, 1913) Gonionida amathea (, 1991) Gonionida amblytes (, 1994) Gonionida andamanica (, 1894) Gonionida angusta (, 2004) Gonionida arae (, 2006) Gonionida asprosoma (, 2004) Gonionida benguela (, 1988) Gonionida cerisa (, 2007) Gonionida clevai (, 2009) Gonionida columbae (, 2006) Gonionida comorina (, 1899) Gonionida compacta (, 1997) Gonionida compressa (, 1988) Gonionida congesta (, 1999) Gonionida cornuta (, 1994) Gonionida crosnieri , 2023 Gonionida curvirostris (, 1885) Gonionida declivis (, 1994) Gonionida dissita (, 1999) Gonionida ducoussoi (, 1991) Gonionida eclepsis (, 1994) Gonionida elachia (, 1994) Gonionida erato (, 1994) Gonionida exilis (, 2007) Gonionida ferruginea (, 2020) Gonionida hoda (, 2017) Gonionida howensis (, 2007) Gonionida icela (, 2007) Gonionida inornata (, 1885) Gonionida julumunyju (, 2021) Gonionida kaimei , 2023 Gonionida keiensis (, 2005) Gonionida kuboi (, 1943) Gonionida maatijadakurnaaku (, 2021) Gonionida major (, 1988) Gonionida masoae (, 1996) Gonionida michaeli (, 2017) Gonionida microps (, 1894) Gonionida militaris (, 1885) Gonionida miniata (, 1996) Gonionida pagesi (, 1994) Gonionida pilorhyncha (, 1966) Gonionida pollioculus (, 2016) Gonionida profunda (, 1991) Gonionida pubescens (, 2021) Gonionida punctata (, 1997) Gonionida remota (, 1990) Gonionida rhodonia (, 1994) Gonionida rosea (, 2021) Gonionida rosula (, 1994) Gonionida rubella (, 1991) Gonionida rubridigitalis (, 1994) Gonionida rubrimana (, 2007) Gonionida rubrovata (, 1991) Gonionida sacksi (, 1993) Gonionida shaula (, 2002) Gonionida spissa (, 1996) Gonionida tambaran (, 2020) Gonionida tangaroa (, 2007)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Munididae (Familie) Kategorie:Munididae