mini|Paul Hartig im hohen Alter
Paul Hartig (* 12. Oktober 1885 in Langenberg; † 19. Januar 1959 in Bad Schandau) war ein deutscher Kantor, Organist, Lehrer und Komponist, der vor allem in Bad Schandau und der Sächsischen Schweiz tätig war. Leben Paul Hartig wurde am 12. Oktober 1885 in Langenberg geboren. Um das Jahr 1920 trat er sein Amt als Kantor und Organist an der Kirche zu Bad Schandau an, in der er fast 40 Jahre lang wirkte. Er genoss als Musiker ein hohes Ansehen, das weit über die Grenzen der Region hinausreichte.
In zweiter Ehe war er mit Hedwig Hartig (geb. Wilhelm) verheiratet und hinterließ vier erwachsene Kinder. Sein Enkel Gottfried Hauser wurde 1958 ebenfalls Kantor in Bad Schandau. Hartig starb am 19. Januar 1959 in Bad Schandau.
In der NS-Zeit Während der nationalsozialistischen Diktatur bewies Paul Hartig großen Mut: Im Jahr 1934 versteckte er den Komponisten und Musiker Rudolf Ochs in seiner Wohnung, um ihn vor der nationalsozialistischen Verfolgung zu schützen, und half ihm anschließend bei der Flucht.
Kulturdenkmal und Erinnerung rand|rechts|300x300px Im Kurpark von Bad Schandau erinnert ein Gedenkstein an den Komponisten. Der Paul-Hartig-Gedenkstein ist heute als Einzeldenkmal Teil der Kulturdenkmale und der Sachgesamtheit des Kurparks Bad Schandau.
Musikalisches Schaffen Das gesamte musikalische Werk von Paul Hartig umfasst 159 Kompositionen. Dazu gehören unter anderem: Oratorien: Er schuf insgesamt 7 Oratorien, wovon das Werk „Heilige Berge“ (aus dem Jahr 1929) namentlich bekannt ist. Weitere Chor- und Gesangswerke: In Archiven und regionalen Kontexten (wie dem Amtsblatt von Bad Schandau) werden zudem Stücke wie „Jubilate“ und „Nachtwächter“ genannt.
Einzelnachweise
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