mini|Kirche in Kahrstedt Die evangelische Dorfkirche Kahrstedt ist eine im Kern romanische Saalkirche im Ortsteil Kahrstedt von Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Kirchengemeindeverband Kalbe im Kirchenkreis Salzwedel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichte und Architektur Die im Kern romanische Saalkirche liegt auf dem Friedhof südlich von der in Ost-West-Richtung verlaufenden Dorfstraße. Die Feldsteinkirche stammt wohl aus der Zeit um das Jahr 1200 und besteht aus eingezogenem Chor, halbkreisförmiger Apsis und Westquerturm; sie gehört zum Typus der vollständigen Anlage einer romanischen Dorfkirche. Die Obergeschosse des Westturms stammen aus einer zweiten Bauphase des 13. Jahrhunderts. Ein rundbogiges Westportal aus Kalk- und Feldstein erschließt das Bauwerk. Das Portal wurde wohl später restauriert, befindet sich aber an der ursprünglichen Stelle. In den Jahren 1901–1903 wurde das Bauwerk eingreifend umgestaltet. Eine kleine Nordvorhalle wurde angebaut; im Inneren wurde im Schiff eine hölzerne Tonnendecke, im Chor eine flache Holzdecke eingezogen sowie im Schiff eine hölzerne Hufeisenempore eingebaut. Gleichzeitig erfolgte die ornamentale Ausmalung, die vermutlich von Reinhold Ebeling aus Hannover ausgeführt wurde.
Das Baumaterial bilden unregelmäßige, lagig versetzte Feldsteine; an der nördlichen Vorhalle des Chores ist regellos versetztes Feldsteinmauerwerk zu sehen. Ein erkennbarer Wechsel des Mauerwerks von sehr kleinteiligem zu größerem Feldsteinmauerwerk an der Westseite des Turms lässt darauf schließen, dass der Turm zunächst nur in Schiffshöhe mit Westgiebel ausgeführt war und in einem späteren Bauabschnitt durch einen höher geführten Turmteil aufgestockt wurde. Das Mauerwerk des jüngeren Turmteils ist deutlich größer und wurde regelmäßig bearbeitet.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 06053 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt eingetragen.
Ausstattung Die Ausstattung stammt einheitlich aus der Zeit der Renovierung um das Jahr 1903. Zu einer Orgel ist nichts Näheres bekannt. Ein barocker Taufengel ist verschollen und wird in den anderen Quellen nicht erwähnt.Dorfkirche Kahrstedt – Altmark. In: outdooractive.com. Abgerufen am 23. September 2026.
Von den ursprünglich drei Glocken blieb nur die älteste Bronzeglocke aus dem Jahr 1854 erhalten; die zwei jüngeren gingen im Ersten Weltkrieg verloren und wurden durch zwei Glocken aus Gusseisen von 1921 ersetzt. Alle Glocken werden mit Linearantrieb geläutet.
Literatur
Weblinks
Informationen zur Kirche auf der Website der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
Einzelnachweise
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