Anlässlich der Solothurner Filmtage werden zahlreiche Preise verliehen. Die Auszeichnungen richten sich zum einen direkt an die Filmschaffenden und ihre Werke, ehren aber auch Persönlichkeiten im erweiterten Umfeld des Schweizer Films, die mit ihrem Engagement aktiv zum Erfolg des nationalen Filmschaffens beitragen.

Bisherige Retrospektiven Jahr geehrte Persönlichkeit 1996 Alain Tanner 1997 Reni Mertens und Walter Marti 1998 Claude Goretta 1999 Alexander J. Seiler 2000 Jacqueline Veuve 2001 T&C Film AG, Marcel Hoehn 2002 Paul Riniker 2003 Pio Corradi 2004 Jean-Luc Bideau 2005 Bruno Ganz 2006 Maximilian Schell 2007 Renato Berta 2008 Walo Lüönd 2009 Léa Pool 2010 Niki Reiser 2011 Ruth Waldburger 2012 Marthe Keller 2013 Silvio Soldini 2014 Peter Liechti 2015 50 Jahre Solothurner Filmtage (Jubiläum) 2016 Ursina Lardi 2017 François Musy 2018 Christoph Schaub 2019 Bruno Todeschini 2020 Heidi Specogna 2021 Villi Hermann 2022 Jürg Hassler 2023 Katarina Türler 2024 Studio GDS: Claude Luyet, Georges Schwizgebel, Daniel Suter 2025 60 Jahre Solothurner Filmtage – Spezialprogramm «Imaginaires du Jura» (Featurette auf Youtube) 2026 Edna Politi

Hommages Die Solothurner Filmtage ehren prägende Schweizer Filmschaffende, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Bekannte oder Personen, die sich intensiv mit dem Filmschaffenden auseinandergesetzt haben, präsentieren einen ausgewählten Film, der stellvertretend für das Lebenswerk der verstorbenen Persönlichkeit steht. Hommagen der vergangenen Jahre: Hommage an Friedrich Kappeler Hommage an Jean-Luc Godard Hommage an Alain Tanner Hommage an Michael Sauter Hommage an Andres Pfaeffli Hommage an Robert Richter Hommage an Karl Saurer Hommage an Jean-Louis Roy Hommage an Francis Reusser Hommage an Marlies Graf Dätwyler Hommage an Jean-Marie Straub Hommage an François Musy Hommage an Madeleine Fonjallaz

Prix de Soleure – Jurypreis

Menschen und gesellschaftliche Fragen rund um das Zusammenleben sind die thematischen Schwerpunkte des Wettbewerbs «Prix de Soleure». Er ehrt einen herausragenden Schweizer Kinofilm, der durch einen ausgeprägten Humanismus überzeugt und diesen in eindrucksvoller Weise filmisch darstellt. Die Auswahlkommission der Solothurner Filmtage nominiert jedes Jahr fünf bis zehn Filme. Eine jährlich neu zusammengesetzte Jury bestimmt den Gewinnerfilm. Der Preis ist mit 60'000 Franken dotiert. Er wird getragen vom Fonds «Prix de Soleure» sowie dem Kanton und der Stadt Solothurn. Die Preissumme geht je zur Hälfte an die Regie und die ausführende Produktion des ausgezeichneten Films.

Jahr Preisträger 2009 No More Smoke Signals Fanny Bräuning 2010 Im Garten der Klänge (Nel giardino dei suoni) Nicola Bellucci 2011 Cleveland contre Wallstreet Jean-Stéphane Bron 2012 Vol spécial Fernand Melgar 2013 Der Imker Mano Khalil 2014 L’escale Kaveh Bakthiari 2015 Spartiates Nicolas Wadimoff 2016 Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten Eva Vitija 2017 Die göttliche Ordnung Petra Volpe 2018 Des moutons et des hommes Karim Sayad 2019 Immer und ewig Fanny Bräuning 2020 A la recherche de l’homme à la caméra Boutheyna Bouslama 2021 Mare Andrea Štaka 2022 Wet Sand Elene Naveriani 2023 Until Branches Bend Sophie Jarvis2024Die AnhörungLisa Gerig2025ImmortalsMaja Tschumi 2026 Qui vit encore Nicolas Wadimoff

Prix du Public – Publikumspreis

Der Publikumspreis ist seit 2007 fester Bestandteil im Programm der Solothurner Filmtage. Das Publikum wählt aus den nominierten Filmen den Preisträger des «Prix du Public». Der mit 20'000 Franken dotierte «Prix du Public» wird von der Festival-Hauptsponsorin Swiss Life in Zusammenarbeit mit den Solothurner Filmtagen verliehen.

Jahr Preisträger 2007 Vitus Fredi M. Murer 2008 Das Geheimnis von Murk Sabine Boss 2009 Mama ist beim Friseur (Maman est chez le coiffeur) Léa Pool 2010 Bödälä – Dance The Rhythm Gitta Gsell 2011 Sommervögel Paul Riniker 2012 Die Wiesenberger – No Business like Show Business Bernard Weber und Martin Schilt 2013 More than Honey Markus Imhoof 2014 Neuland Anna Thommen 2015 Usfahrt Oerlike Paul Riniker 2016 Lina Michael Schaerer 2017 Docteur Jack Benoît Lange und Pierre-Antoine Hiroz 2018 Der Klang der Stimme Bernard Weber 2019 Gateways to New York Martin Witz 2020 Baghdad in my Shadow Samir 2021 Beyto Gitta Gsell 2022 Glück auf einer Skala von 1 bis 10 (Presque) Bernard Campan und Alexandre Jollien 2023 Amine – Held auf Bewährung Dani Heusser2024Echte SchweizerLuka Popadić2025QuirNicola Bellucci2026BecaàriaErik Bernasconi

Visioni – Jurypreis Mit dem Preis «Visioni» zeichnen die Solothurner Filmtage seit 2024 erste und zweite Werke von Schweizer Regisseuren aus. Er ersetzt damit den bisherigen «Opera Prima», der nur Erstlingswerke berücksichtigte. Juriert werden die Filme von nationalen und internationalen Fachpersonen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 20'000 Franken dotiert. Preisstifter des Visioni sind die Kulturfonds der Urheberrechtsgesellschaften Suissimage und SSA. Der Preis geht zu gleichen Teilen an die Regie und die ausführende Produktion.

Jahr Preisträger 2021 (Opera Prima) Von Fischen und Menschen Stefanie Klemm 2022 (Opera Prima) Pas de deux Elie Aufseesser 2023 (Opera Prima) Foudre Carmen Jaquier2024 (Neu: Visioni)Autour du feuLaura Cazador und Amanda Cortés2025 (Visioni)Bilder im KopfEleonora Camizzi2026Nessuno vi farà del male Dino Hodic

Prix d’honneur Mit dem seit 2002 verliehenen «Prix d’honneur» wird eine Schweizer Persönlichkeit geehrt, die in besonderer Weise die Schweizer Filmkultur geprägt hat. Er ist Zeichen der Wertschätzung für die vielfach im Verborgenen und ohne viel Aufsehen erbrachten Leistungen der Preisträger. Der «Prix d’honneur» ist mit 10'000 Franken dotiert und wird seit 2024 von der BK Atlantis Stiftung mit Sitz in Lüterswil getragen. Die BK Atlantis Stiftung bezweckt die Förderung von sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Projekten. Die Wahl erfolgt auf Vorschlag der Auswahlkommission der Solothurner Filmtage.

Jahr Preisträger 2003 Erich Langjahr, Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Produzent und Verleiher 2004 Hugues Ryffel, Kameramann 2005 Freddy Buache, Vermittlerfunktion des Schweizer Films als Filmschaffender und Kritiker 2006 Renato Berta, Kameramann 2007 David Streiff, Kulturverwaltung 2008 Matthias Kälin, Kameramann 2009 Ilona Stamm, Verleih Stamm Film 2010 Carlo Varini, Kameramann 2011 Françoise Deriaz, Chefredaktorin Ciné-Bulletin 2012 Christian Schocher, Regisseur und Kinobetreiber 2013 Beki Probst, Kinobetreiberin 2014 Martine Felber, Chef-Maskenbildnerin 2015 Francine Pickel und Vincent Adatte, Zauberlaterne 2016 Antoine Jaccoud, Drehbuchautor 2017 Tiziana Soudani, Produzentin 2018 Susanne Jauch, Szenenbildnerin 2019 Giorgia De Coppi, Regieassistentin 2020 Bea Cuttat, Filmverleiherin 2021 Frank Braun 2022 David Landolf und Judith Hofstetter, Kinemathek Lichtspiel 2023 André Pinkus, Beleuchter 2024 Anne van Brée, Kostümbildnerin 2025 Corinna Glaus, Casting-Direktorin 2026 Michael Sennhauser, Filmkritiker

Nominierungen Schweizer Filmpreis

An der «Nacht der Nominationen» gibt das Bundesamt für Kultur die Nominationen für den Schweizer Filmpreis bekannt. Die 2008 von den Branchenverbänden gegründete Schweizer Filmakademie visioniert während der Solothurner Filmtage die eingereichten Filme und bestimmt in einer geheimen Wahl ihre Nominierten. Die Preisverleihung des Schweizer Filmpreises findet jeweils im folgenden März in Zürich statt.

Prix Swissperform – Schauspielpreis Seit 2001 wird mit dem «Prix Swissperform» jährlich eine Hauptrolle, eine Nebenrolle, ein Nachwuchstalent sowie eine Spezialleistung in Schweizer Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Jede der vier Kategorien ist mit je 10'000 Franken dotiert. Der Preis wird von einer Jury aus Vertretern der Swissperform und der Solothurner Filmtage vergeben und von der Swissperform gestiftet.

Bisherige Preisträger Jahr Preisträger 2011 Markus Fischer (Snakefilm GmbH) und Stefan Jäger für den Film Hunkeler und der Fall Livius 2012 Lea Hadorn Weibliche Hauptrolle in Liebe und andere Unfälle Roland Vouilloz Männliche Hauptrolle in der Serie CROM Marina Golovine Weibliche Nebenrolle in der Serie CROM Peter Wyssbrod Männliche Nebenrolle in Mord hinterm Vorhang 2013 Marie Leuenberger Weibliche Hauptrolle in Hunkeler und die Augen des Ödipus Peter Freiburghaus Männliche Hauptrolle in Nebelgrind Virginie Meisterhans Weibliche Nebenrolle in L’heure du secret Herbert Leiser Männliche Nebenrolle in Der Teufel von Mailand 2014 Barbara Terpoorten-Maurer Weibliche Hauptrolle in Der Bestatter Jonathan Loosli Männliche Hauptrolle in Dinu Florence Quartenoud Weibliche Nebenrolle in Port d’attache Leonardo Nigro Männliche Nebenrolle in Oro verde 2015 Véronique Reymond Weibliche Hauptrolle in A livre ouvert Joel Basman Männliche Hauptrolle in Ziellos Wanda Wylowa Weibliche Nebenrolle in Der Hamster Nicola Perot Männliche Nebenrolle in Der Hamster 2016 Rabea Egg Weibliche Hauptrolle in Lina Imanuel Humm Männliche Hauptrolle in Verdacht Claude-Inga Barbey Weibliche Nebenrolle in Anomalia Antoine Monot Jr. Männliche Nebenrolle in Tatort: Ihr werdet gerichtet 2017 Noémie Schmidt Weibliche Hauptrolle in La lumière de l’espoir Pasquale Aleardi Männliche Hauptrolle in Gotthard Liliane Amuat Weibliche Nebenrolle in Lotto Mike Müller Spezialpreis für die Hauptrolle in Der Bestatter 2018 Stephanie Japp Weibliche Hauptrolle in Private Banking Marcus Signer Männliche Hauptrolle in Wilder Anna Schinz Weibliche Nebenrolle in Private Banking Karim Barras Männliche Nebenrolle in Banking District 2019 Anna Pieri Weibliche Hauptrolle in Double vie Thiebaud Evrard Männliche Hauptrolle in Double vie Beat Marti Männliche Nebenrolle in Amur senza fin Annina Euling Spezialpreis für die Hauptrolle in Weglaufen geht nicht 2020 Lorena Handschin Weibliche Hauptrolle in Nr. 47 Roland Vouilloz Männliche Hauptrolle in Helvetica Manuela Biedermann Weibliche Nebenrolle in Wilder Stefan Kurt Spezialpreis für die Rolle in Aus dem Schatten – eine Zeit der Hoffnung 2021 Sarah Spale Spezialpreis der Jury für ihre Arbeit in Wilder Annina Walt Beste Darstellerin in Frieden Dimitri Stapfer Bester Darsteller in Frieden Rachel Braunschweig Beste Nebendarstellerin in Tatort: Züri Brännt 2022 Estelle Bridet Spezialpreis der Jury für ihre Rolle in Sacha Isabelle Caillat Beste Darstellerin in Cellule de Crise Julian Koechlin Bester Darsteller in Neumatt Marlise Fischer Beste Nebendarstellerin in Neumatt 2023 David Constantin Beste Hauptrolle in Tschugger Clarina Sierro Beste Nebenrolle in Hors Saison Meryl Marty Nachwuchspreis für ihre Rolle in Die Beschatter Lale Yavaş Spezialpreis für ihre Rollen in Die Beschatter und Neumatt II 2024 Dominique Devenport Beste Hauptrolle in Davos 1917 Arcadi Radeff Beste Nebenrolle in Hartes Pflaster Stéphane Erös Nachwuchspreis für seine Rolle in Hartes Pflaster Carol Schuler Spezialpreis der Jury für ihre Rolle in Tatort 2025 Cyril Metzger Beste Hauptrolle in Winter Palace Sarah Viktoria Frick Beste Nebenrolle in Tatort: Von Affen und Menschen Isaline Prévost Radeff Nachwuchspreis für ihre Rolle in En haute mer Sophie Hutter Spezialpreis der Jury für ihre Rolle in Neumatt 2026 Irène Jacob Beste Hauptrolle in Logout – Von Hackern gejagt Max Hubacher Beste Nebenrolle in The Deal Rabea Lüthi Nachwuchspreis für ihre Rolle in Maloney: Der Lift Esther Gemsch Spezialpreis der Jury für ihre Rolle in La Linea della Palma

Förderpreise Talente/Talents Der Wettbewerb «Talente/Talents» umfasst Kurzfilme von Studierenden in- und ausländischer Fachhochschulen und junger Autodidakten. Einige Beiträge wurden von Schweizer Produzenten mitbetreut. Suissimage/SSA stiften den durch eine dreiköpfige Jury ausgerichteten Nachwuchspreis für den besten Kurzfilm im Wert von 10'000 Franken sowie den Publikumspreis für den besten Animationsfilm in einem Gesamtwert von 10'000 Franken.

Animationsfilmwettbewerb