Ein Felkebad im eigentlichen Sinne ist ein Sitzbad im Lehm (obligatorisches Lehm-Bad).

Definitionen Ein solches Felkebad ist Bestandteil der Felke-Kur. Darunter versteht man die „kombinierte Kurbehandlung in Anstalten (Felkekurheimen), zum Beispiel in Diez an der Lahn, Bad Sobernheim an der Nahe, in denen neben obligatem Lehmbad (als Sitzbad) zusätzlich Gymnastik, Terrainkuren, Diätkuren und Fastenkuren sowie Saunaanwendungen als Kurmittel abgegeben werden.“ Benannt wurden diese Behandlungsformen nach Erdmann Leopold Stephanus Emanuel Felke (1856–1926).Joachim Früchte: Felke, Emanuel. In: Neue Deutsche Biographie. Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, S. 70 f. Er war Pfarrer in Kläden bei StendalGünter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Verlag Urban & Schwarzenberg, Loseblattsammlung 1966–1977, 3. Ordner (F–Hyperlysinämie), München / Berlin / Wien 1969, ISBN 3-541-84000-5, S. F 57. und erlangte Bekanntheit als Lehm-Pastor.Wilhelm Felling (Hrsg.): Pastor Felkes Leben und Lehre. Der Natur-Hausarzt. Ratgeber für Leiden und Krankheiten, Krankenpflege, Kinderpflege, Wöchnerinnen, Jugend- und Schönheitspflege, Verletzungen, Unglücksfälle. Verlag Wilhelm Felling, Mainz, ohne Jahr [um 1910], 230 Seiten. Zu den charakteristischen Anwendungen der Felke-Kur gehörten Lehmbäder und Lehmpackungen.

Nebenbedeutung Felkebad im weiteren Sinne bezeichnet ein Naturheilbad beziehungsweise ein Heilbad, in dem die nach Emanuel Felke benannten Naturheilverfahren angewandt werden.

Lehm gilt als Kurmittel deutscher Kurorte „unter Berücksichtigung der Begriffsbestimmungen des Deutschen Bäderverbandes e. V.“. Lehm zählt zu den terrestren Lockersedimenten und wurde hauptsächlich in Diez abgegeben.Deutscher Ärztekalender 1961, S. 355.

In Diez wurden als Kurmittel Lehmbäder verabreicht; man fand diese sowie auch Unterkunft zum Beispiel im Felke-Naturheilbad.Deutscher Bäderkalender 1988, ISBN 3-87231-007-0, S. 258.

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