Abdellah Medjadi Liégeon (* 13. Dezember 1957 in Oran, Französisch-Algerien; † 27. August 2025 in Lons-le-Saunier) war ein algerischer Fußballspieler.
Sportlicher Werdegang Liégeon siedelte als Kind mit seiner Familie nach Frankreich über, wo sie in Lons-le-Saunier wohnhaft wurde. Er begann seine Karriere beim lokalen Klub RC Lons-le-Saunier, den er im Alter von 18 Jahren in Richtung des in der Division 2 antretenden RC Besançon verließ. Dort etablierte er sich als Stammspieler und wechselte 1981 zur AS Monaco in die Division 1. Mit dem Klub gewann er in der Spielzeit 1981/82 den französischen Meistertitel, der vierte Titelgewinn der Vereinsgeschichte. In der Folge debütierte er vor der WM-Endrunde 1982 in der algerischen Nationalmannschaft, schaffte aber nicht den Sprung in den finalen WM-Kader. Nachdem er in der Spielzeit 1983/84 verletzungsbedingt kürzer treten musste und in der Reservemannschaft Spielpraxis sammelte, war er anschließend wieder Stammspieler bei den Monegassen. Im Wettbewerb um die Coupe de France 1984/85 gewann er seinen zweiten nationalen Titel, als er an der Seite von Mannschaftskapitän und Torhüter Jean-Luc Ettori, Manuel Amoros, Juan Simón und Daniel Bravo beim 1:0-Erfolg über Paris Saint-Germain dank eines Treffers von Bernard Genghini auf dem Platz im Parc des Princes stand. Er kehrte anschließenmd wieder in die Nationalmannschaft zurück, für die er im Kader beim WM-Turnier 1986 stand. Unter Rabah Saâdane bestritt er die ersten beiden Turnierspiele, ehe ihm bei der 0:1-Niederlage gegen Brasilien ein Fehler in der Abstimmung mit Torhüter Nacerdine Drid unterlief, der zum spielentscheidenden Treffer durch Careca führte. Im dritten Gruppenspiel gegen Spanien saß er nur auf der Ersatzbank, als die Mannschaft nach der 0:3-Niederlage am Ende der Gruppenphase ausschied. Es folgten keine weiteren Nominierungen. Ab 1987 spielte er für Racing Straßburg und stieg mit dem Zweitdivisionär 1988 in die Beletage, wo er 1989 nach anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere beendete.
Nach einer Erkrankung verlor Liégeon zeitweise sein Sprechvermögen. Nach seiner Genesung war er in den 2010er Jahren zeitweise als Trainer im Amateurbereich tätig.
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Einzelnachweise
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