Johann Hudemann (der Jüngere) (* 28. Mai 1647 in Krempe (Steinburg); † 30. April 1696 in Borsfleth) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und Numismatiker.

Leben Johann Hudemann entstammt einer holsteinischen evangelischen Pastorenfamilie. Er war ein Sohn des gleichnamigen Pastors in Krempe und späteren Generalsuperintendenten Johann Hudemann und dessen Frau Wolber, geb. Alardus (1614–1678), einer Tochter von Wilhelm Alardus. Der Dichter Heinrich Hudemann war sein Onkel. Johann Hudemann besuchte die Schule in Krempe und kam im Frühjahr 1664 auf das Katharineum zu Lübeck, das er Pfingsten 1667 mit einer lateinischen Rede De perverso studiorum ordine abschloss.Lebensstationen nach Ioannes Hudemann, in: Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubecenses. Band 2, Lübeck 1720, S. 144–146 Darauf studierte er Evangelische Theologie an den Universitäten RostockEintrag im Rostocker Matrikelportal, Utrecht und Leipzig.

Nach seinem Examen wurde er 1673 Pastor im oldenburgischen Abbehausen. 1679 wechselte er an die St.-Urban-Kirche in Borsfleth. Hier blieb er bis an sein Lebensende. Im Nebenamt war er Assessor des königlichen Konsistoriums in Münsterdorf.

Hudemann war berühmt für sein Nummophylacium (Münzkabinett), eine umfangreiche Münzsammlung, besonders von Pfennigen.

Literatur Peter Masius: Nummophylacium hudemannianum. Glückstadt 1696 Ioannes Hudemann, in: Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubecenses. Band 2, Lübeck 1720, S. 144–146 Hudemann (Johann), in: Christian Gottlieb Jöcher: Allgemeines Gelehrten-Lexicon... Theil 2: D–L. Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig 1750 , Sp. 1749

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (17. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Schleswig-Holstein) Kategorie:Numismatiker Kategorie:Geboren 1647 Kategorie:Gestorben 1696 Kategorie:Mann