Lgota Górna ist eine Ortschaft mit einem Schulzenamt der Stadt-und-Land-Gemeinde Koziegłowy im Powiat Myszkowski der Woiwodschaft Schlesien in Polen.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1430 als das Schulzenamt Lgotha erstmals urkundlich erwähnt. Danach folgten die Erwähnungen von Magna Lgotha (etwa Groß Lgota, 1439) und Lgothka (etwa Klein Lgota, 1529). Der Name lgota (südwestkleinpolnisches Äquivalent des schlesischen Ligota) bedeutet Gnadenfrist. Im 19. Jahrhundert Lgota Koziegłowska. Die benachbarte Kolonie Mokrzesza, später Lgota Mokra, heute Lgota-Mokrzesz sowie Lgota-Nadwarcie entstanden noch später, erst dann wurde das Adjektiv Górna (Ober) für das älteste Lgota hinzugefügt.
Der Ort liegt im Gebiet um Siewierz, das um 1177 aus dem Herzogtum Krakau bzw. Kleinpolen ausgegliedert wurde und an das schlesische Herzogtum Ratibor fiel, ab 1337 gehörte das Herzogtum Siewierz zum Herzogtum Teschen unter Lehnsherrschaft des Königreichs Böhmen. Das Herzogtum Siewierz mit dem Dorf Lgotha wurde im Jahr 1443 vom Teschener Herzog Wenzel I. dem Krakauer Bischof Zbigniew Oleśnicki verkauft.IX. Venditio Ducatus Severiensis 1443, In: Maurcy Dzieduszycki: Zbigniew Oleśnicki, B. 2, Kraków, 1854 Um das Jahr 1600 hatte Lgota zwischen 200 und 400 Einwohner und war eines der vier größten Dörfer im Herzogtum.
Erst 1790 wurde das Herzogtum Siewierz formal an das Königreich Polen-Litauen angegliedert und war der Woiwodschaft Krakau administrativ angegliedert. Nach der dritten Teilung Polens von 1795 bis 1807 gehörte das Dorf zu Neuschlesien. 1807 kam es ins Herzogtum Warschau und 1815 ins neu entstandene russisch beherrschte Kongresspolen.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam Lgota Górna zu Polen, Woiwodschaft Kielce. Beim Überfall auf Polen 1939 wurde das Gebiet von den Deutschen besetzt und dem Landkreis Warthenau im neuen „Ostoberschlesien“ zugeordnet.
Von 1975 bis 1998 gehörte Lgota Górna zur Woiwodschaft Częstochowa.
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Kategorie:Ort der Woiwodschaft Schlesien Kategorie:Gmina Koziegłowy