Marlon B (* 13. Januar 1966 auf Jamaika; † 9. September 2026 in Robins Bay, Saint Mary Parish, Jamaika; eigentlich Marlon Hanief Correl James) war ein deutscher Rapper und Sänger. Er war auch als Marlon B. James bekannt.

Leben Marlon James wurde 1966 auf Jamaika geboren. Er begann seine musikalische Karriere in den frühen 1990er Jahren in Frankfurt am Main. 1991 veröffentlichte er seine erste Solosingle Da La De La (Africa Center of the World) mit Liz Mitchell über Hansa/MCI, die auch 1993 als Bonustrack auf dem Compilation-Album More Gold - 20 Super Hits Vol. II von Boney M. erschien. Er gehörte im Anschluss zum Umfeld von Moses Pelham und seinem Label Pelham Power Productions (3p). Als Gastsänger und -rapper war er auf mehreren Veröffentlichungen von dessen Label vertreten, unter anderem bei Sabrina Setlur und Bruda Sven.

1999 kam er zu den Söhnen Mannheims um Xavier Naidoo, wo er vorrangig als Rapper tätig war. Bereits deren Debütalbum Zion prägte er musikalisch mit. Auch nach Naidoos Ausstieg blieb er der Band verbunden und half mit, sie anschließend neu aufzustellen. Er war auch als Songwriter aktiv und schrieb unter anderem die Songs Junges Deutschland, Lieder drüber singen und Gesucht & Gefunden. Weitere Soloprojekte folgten 2009 mit der EP Jah Is Alive und 2012 mit dem Album Heart and Soul. 2017 verließ er die Gruppe und verlegte seinen Lebensmittelpunkt nach Jamaika.

Tod Am 9. September 2026 wurde der 60-jährige Marlon B. James in Robin’s Bay im Norden von Jamaika in einer von ihm betriebenen Bar zusammen mit zwei weiteren Männern erschossen. Das Motiv für den Dreifachmord ist ungeklärt. Am 11. September 2026 wurde sein Tod über die Instagram-Seite der Söhne Mannheims öffentlich bekannt gegeben, nachdem ein jamaikanischer Radiosender über den Mord berichtet hatte.

Diskografie Mit den Söhnen Mannheims 2000: Zion 2004: Noiz 2005: Power of the Sound (Live) 2007: Söhne, Mond & Sterne 2008: Wettsingen in Schwetzingen – MTV Unplugged 2009: Iz On 2011: Barrikaden von Eden 2014: ElyZion 2015: EvoluZion (Live) 2017: MannHeim 2017: MannHeim (Live)

Solo und weitere Beteiligungen 1991: Marlon B – Da La De La (Africa Center of the World) (Single) 1999: Jackin’ 4 Beatz – Everybody Loves The Sunshine (Single) 2009: Marlon B - Jah Is Alive (EP) 2012: Marlon B - Heart and Soul (Album) 2013: DNGRS Crew – Dangerous (mit Carlprit, Metaphysics und Tony T; vs. DJ Mase)

Gastbeiträge 1995: Gib Mir Das Mikrofon Part 2 (Video Mix) von Variety Pac 1995: Respekt (Teil A) von Variety Pac auf Laber mir kein Ohr 1998: Schnaps für alle (Jack Daniel’s) von Moses Pelham auf Schnaps für alle 1999: No Test the Empire von Sabrina Setlur auf Aus der Sicht und mit den Worten von … 1999: Bin wieder da von Bruda Sven auf Zungenakrobatik 2000: We Ha Fi Reach von D-Flame auf Basstard 2002: Line Up & Target von Ken Sport auf Presents… „The Sun“ 2002: Celebrate von Darnell auf Darnell 2002: Der Herr knickt alle Bäume von Xavier Naidoo auf Zwischenspiel / Alles für den Herrn 2005: We Are Warrior (with Marlon B) von Marlene Johnson auf Runaway EP 2009: Rudeboy von Grosses K auf Gross Kaliber 2012: Zurück von Azzis mit Herz auf Augenblick 2012: Für die Ewigkeit von Moses Pelham auf Geteiltes Leid 3

Weblinks

Einzelnachweise

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