Max Karl Zaengerle oder Zängerle (* am 28. Januar 1832 in Kempten; † im November 1903 in München) war ein deutscher Chemiker und Mineraloge. Er war Verfasser mehrerer Lehrbücher für den naturwissenschaftlichen Unterricht.
Leben und Wirken mini|hochkant|Max Zaengerle: Lehrbuch Grundzüge der Chemie und Naturgeschichte, 1887 Max Zaengerle studierte ab 1856 in München Chemie und Naturgeschichte und wurde dann Lehrer an der Realschule in Bamberg, ehe er 1859 Leiter der Realschule und der Königlichen Landwirthschafts- und Gewerbsschule in Landau wurde, des heutigen Otto-Hahn-Gymnasiums. Später leitete er die Realschule in Lindau (Bodensee), und schließlich erhielt er eine Lehrerstelle in München. 1864 promovierte er in Leipzig.
Sein Lehrbuch der Mineralogie unter Zugrundelegung der neueren Ansichten in der Chemie für den Unterricht an technischen Lehranstalten, Realschulen und Gymnasien erschien erstmals 1873 und erlebte mehrere Auflagen. Es wurde unter anderem am Königlichen Realgymnasium in München für den Unterricht in Chemie und Mineralogie verwendet.
1880 meldete er eine hydrostatische Petroleumlampe zum Patent an; schon zuvor hatte er sich eine Lampe patentieren lassen.
1882 erschien Teil I seines Werkes Grundriß der Chemie und Mineralogie. Nach den neuesten Ansichten der Wissenschaften. 1883 war er in ein Strafverfahren wegen Nachdrucks verwickelt. Eine weitere Gerichtsverhandlung befasste sich mit Max Zaengerle als einem Häuserspekulanten. Später geriet er in Konflikt mit seinem einstigen Schüler Heinrich Morin, den er verdächtigte, im eigenen Interesse eine bösartige Kritik über sein Buch Grundzüge der Naturgeschichte für den Unterricht an Mittelschulen: Botanik veröffentlicht zu haben.
Max Zaengerle heiratete 1863 in Isny Maria Louise Wocher.„Max Zaengerle“ in der Datenbank Deutschland, Heiraten, 1558–1929; eingesehen auf ancestry.de am 13. September 2026. Der Sohn Eduard starb im Alter von etwas über sechs Jahren und wurde Anfang 1880 beerdigt, die Tochter Marie, Hilfslehrerin a. D., starb im Jahr 1893 in ihrem 27. Lebensjahr. Zu diesem Zeitpunkt waren noch zwei Töchter des Paares namens Laura und Louise am Leben.
Wegen des „schwankenden Gesundheitszustands“ Zaengerles wurde 1901 sein gesamter Unterricht von dem geprüften Lehramtskandidaten Georg Stirner übernommen. 1902 wurde Max Zaengerle „für immer“ in den Ruhestand versetzt. Er starb im November 1903 im Alter von 71 Jahren in München.
Publikationen (Auswahl) Lehrbuch der Mineralogie unter Zugrundelegung der neueren Ansichten in der Chemie für den Unterricht an technischen Lehranstalten, Realschulen und Gymnasien. Vieweg, Braunschweig 1873 (Digitalisat, Volltext) Grundriß der Chemie und Mineralogie. Nach den neuesten Ansichten der Wissenschaften. I. Teil. Vieweg, Braunschweig 1882. Grundriss der Botanik für den Unterricht an mittleren und höheren Lehranstalten. Verlag von Gustav Taubald, München 1887. Bibliografische Informationen zu sämtlichen Werken von Max Zaengerle finden sich im Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums. Einzelnachweise
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