Daniel Albert Conrad (* 8. Oktober 1846 in Kusel; † 30. Mai 1915 in Speyer) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben Daniel Albert Conrad war ein Sohn des Brauereibesitzers Daniel Conrad und dessen Ehefrau Luise Weitzel. Nach dem Abitur am Gymnasium Speyer absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München und machte anschließend eine Brauereilehre. Er musste mit der Bayerischen Armee am Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 teilnehmen und wurde im Dezember 1870 verwundet. Als Hauptmann schied er aus dem Militärdienst und übernahm von 1871 bis 1875 die Leitung der väterlichen Brauerei. Er trat in den bayerischen Staatsdienst ein, wo er zunächst als Assessor tätig war und später als Bezirksamtmann die Leitung des Bezirksamtes Ludwigshafen am Rhein übernahm. Er wechselte in die Kammer des Innern bei der Regierung der Oberpfalz, wo er bis zum Regierungsdirektor aufstieg.

Conrad wurde Mitglied der Liberalen Vereinigung, die 1880 aus einer Abspaltung des linken Flügels der Nationalliberalen Partei hervorgegangen war und 1884 mit der Deutschen Fortschrittspartei zur Deutschen Freisinnigen Partei fusionierte. Später wechselte er in die Nationalliberale Partei. 1893 erhielt er als Kandidat der Nationalliberalen ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er blieb bis 1907 in dem Parlament und wurde im Landstuhl gewählt und blieb bis zum 29. September 1903 in dem Parlament, als er wegen seiner Beförderung zum Regierungsdirektor auf sein Mandat verzichtete. Conrad arbeitete in verschiedenen Fachausschüssen des Landtages.

Sein Nachfolger wurde Karl Gebhart.

Auszeichnungen Ritterkreuz des Militärverdienstordens Verdienstorden vom Heiligen Michael Eisernes Kreuz I. Klasse

Öffentliche Ämter 1890–1903 Verbandsdirektor der pfälzischen Kreditgenossenschaft Vorstandsmitglied im Landesverband der bayerischen Sparkassen Mitglied im pfälzischen Gewerbemuseums-Verein Präsidiumsmitglied im Bayerischen Veteranen-, Krieger- und Kampfgenossen-Bund

Familie Am 24. Juli 1879 schloss er mit Amanda Ottmann die Ehe und hatte mit ihr 3 Söhne und eine Tochter.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 18. Wahlperiode)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Verdienstordens vom Heiligen Michael Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer Kategorie:NLP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1846 Kategorie:Gestorben 1915 Kategorie:Mann