mini|Katholische Kirche St. Petrus Canisius in Recklinghausen St. Petrus Canisius in Recklinghausen nordwestlich von Dortmund in Nordrhein-Westfalen ist eine römisch-katholische Filialkirche der Großpfarrei Liebfrauen (Recklinghausen). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Petrus Canisius und gehört zum Kreisdekanat Recklinghausen im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Saalkirche im Stil der Moderne und hat 350 Sitzplätze.
Geschichte In der Bergarbeiterkolonie der Zeche „General Blumenthal“ fand seit 1926 Sonntagsgottesdienst im Kindergarten des Canisiushauses statt. Die Errichtung eines Seelsorgebezirks erfolgte 1939. Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten Mitglieder der Gemeinde aus Trümmern eine Notkirche, in der am 28. Mai 1949 der erste Gottesdienst gefeiert werden konnte. Im selben Jahr wurde der Seelsorgebezirk von der Gemeinde Liebfrauen (Recklinghausen) abgetrennt und zur eigenständigen Pfarrei St. Petrus Canisius erhoben.
Baubeschreibung Nach den Plänen des Architekten Paul Günter (Gelsenkirchen) entstand 1961–63 in Recklinghausen-Ost die Kirche, die dem ersten Jesuitenheiligen Deutschlands geweiht war. Die 1952 von Augsburg nach Recklinghausen überführten Reliquienteile des heiligen Petrus Canisius wurden im neuen Gotteshaus unterhalb des Altars beigesetzt.
St. Petrus Canisius ist ein Saalbau mit gegiebelter Decke unter einem Satteldach. Der Chor als integrierte Altarinsel liegt im Nordosten. Der hohe Campanile im Westen steht auf einem quadratischen Grundriss und besitzt ein Faltdach. Der schmale rechteckige Anbau in Osten fasst die Kapelle und die Sakristei. Das Gotteshaus besteht aus rotem Ziegelmauerwerk und Decken aus Faserzementplatten.
Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus (mit Bücherei) von 1958, das Jugendheim von 1960, der Kindergarten von 1958 sowie das 1952 eröffnete und 1987 umgebaute Pfarrheim, in dem sich zeitweise eine Notkirche befand.
Strukturentwicklungen Im Dezember 2009 wurde St. Petrus Canisius in die Großpfarrei Liebfrauen (Recklinghausen) eingegliedert. Ende 2028 werden sich die Pfarreien St. Antonius, Liebfrauen und St. Peter in Recklinghausen sowie St. Martinus (Westerholt) und St. Antonius (Herten) zusammenschließen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Recklinghausen-Herten“.
Glocken Im Campanile von St. Petrus Canisius hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Bronze, die mit dem Geläut der benachbarten evangelischen Johanneskirche abgestimmt wurden.
Glocke 1: Schlagton: g‘; Ø 104 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1966 Glocke 2: Schlagton: b‘; Ø 86 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1966 Glocke 3: Schlagton: c‘‘; Ø 77 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1966 Glocke 4: Schlagton: d‘‘; Ø 68 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1966.
Orgel Die Firma Ahlborn-Kirchenorgeln (Reutlingen) baute 1988 für St. Petrus Canisius eine elektronische Orgel BAC 132.
Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Website von St. Petrus Canisius (Recklinghausen) Website vom Kreisdekanat Recklinghausen
Einzelnachweise
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