Ermentrudis (* unbekannt; † 25. April 1154) war von 1137 bis 1154 Äbtissin des Stifts Essen.

Leben und Wirken Ermentrudis war die Nachfolgerin der am 31. August 1137 gestorbenen Oda von Calw.

Aus ihrer Amtszeit ist ein Urteil des Erzbischofs Arnold I. von Köln vom 13. Juni 1142 erhalten. Danach hatte das Stift unter einer ihrer Vorgängerinnen einigen Ministerialen aus Gefälligkeit Wohnraum gewährt. Daraus leiteten diese nun erb- und lehnsrechtliche Ansprüche ab und weigerten sich, die ihnen überlassenen Häuser zu verlassen. Der Streit darüber dauerte bereits zwölf Jahre. Der Erzbischof entschied im Rahmen eines Vergleichs, dass die sechs betroffenen Häuser dem Stift zurückzugeben seien.Archiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland AA 0248, Urkunde Nr. 16 Link

Ermentrudis ließ in ihrer Amtszeit die zweigeschossige Vorhalle am südlichen Querschiff des Essener Münsters errichten. Im Obergeschoss dieses Anbaus befindet sich heute die Domschatzkammer Essen.

Sie starb am 25. April 1154. Ihre Nachfolgerin als Äbtissin des Stifts Essen wurde Hadwig von Wied.

Einzelnachweise

Kategorie:Äbtissin (Essen) Kategorie:Geboren im 11. oder 12. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1154 Kategorie:Frau