Guten Abend, du Schöne ist ein deutscher Dokumentarfilm von Ina Borrmann aus dem Jahr 2026. Der Film knüpft an Maxie Wanders 1977 veröffentlichtes Buch Guten Morgen, du Schöne an. Borrmann trifft darin Frauen, deren Gespräche mit Wander die Grundlage für die literarischen Porträts des Buches bildeten, und befragt sie fast fünf Jahrzehnte später erneut zu ihrem Leben.

Der Film soll am 26. Oktober 2026 als Eröffnungsfilm des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) seine Weltpremiere feiern. Der deutsche Kinostart im Verleih von Salzgeber ist für den 19. November 2026 vorgesehen.

Inhalt Ausgangspunkt des Films ist Maxie Wanders 1977 veröffentlichtes Buch Guten Morgen, du Schöne Protokolle nach Tonband. Wander hatte dafür Gespräche mit Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft geführt. Aus dem aufgezeichneten Material entstanden literarisch bearbeitete Porträts, in denen die Frauen unter anderem über ihren Alltag, ihre Beziehungen, ihre Wünsche und ihre Vorstellungen vom eigenen Leben berichteten. Ina Borrmann sucht nach den Frauen hinter diesen Porträts und fragt danach, wie sich ihr Leben seit den Gesprächen mit Wander entwickelt hat. Die Frauen sprachen über ihre Lebensentwürfe, Arbeit, Partnerschaften, Familie, Sexualität und ihre Stellung in der Gesellschaft. Ina Borrmann sucht die Frauen hinter diesen Porträts auf und befragt sie fast fünf Jahrzehnte später erneut. Während sie in Wanders Buch anonym blieben, treten sie im Film unter ihren wirklichen Namen auf. Sie blicken auf ihre damaligen Äußerungen und ihre weiteren Lebenswege zurück und sprechen über ihr Leben in der DDR, die folgenden gesellschaftlichen Veränderungen und ihre Gegenwart. Der Film führt damit die von Wander begonnenen Porträts bis in die Gegenwart fort.

Hintergrund und Entstehung

Bezug zu Maxie Wander Maxie Wander veröffentlichte Guten Morgen, du Schöne. Protokolle nach Tonband 1977 im Buchverlag Der Morgen. Grundlage waren Gespräche, die sie mit Frauen verschiedener Generationen und unterschiedlicher sozialer Herkunft geführt hatte. Wander bearbeitete die Tonbandaufzeichnungen und formte sie zu monologischen literarischen Porträts.

Borrmanns Film greift diese Porträts mehrere Jahrzehnte später wieder auf. Im Mittelpunkt steht nicht eine Verfilmung des Buches, sondern die Frage nach den Frauen, auf deren Erzählungen Wanders Texte beruhen, und nach der Fortsetzung ihrer Lebensgeschichten.

Entwicklung und Produktion Das Filmprojekt ist spätestens seit 2019 unter dem Titel Guten Abend, du Schöne nachweisbar. In diesem Jahr erhielt Ina Borrmann für die Stoffentwicklung eine Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Bereits die damalige Projektbeschreibung sah vor, die Frauen hinter Wanders Porträts ausfindig zu machen und ihre Lebensgeschichten bis in die Gegenwart weiterzuverfolgen.

In der späteren Produktionsphase wurde der Film unter dem Arbeitstitel Guten Abend, du Schöne. Erzähle weiter! geführt. Die Dreharbeiten fanden von August 2025 bis Juni 2026 statt. Gedreht wurde unter anderem in Dresden, Leipzig, Freiberg und der Sächsischen Schweiz. Weitere Dreharbeiten fanden in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Regie und Drehbuch übernahm Ina Borrmann. Die Kamera führte Susanne Schüle, den Schnitt verantwortete Julia Albrecht. Peter Gotthardt komponierte die Musik. Produzenten waren Ina Borrmann und Marc Wächter. Produziert wurde der Film von Shoot from the Hip Filmproduktion in Zusammenarbeit mit rbb und MDR.

Veröffentlichung Während der Entwicklung und Produktion wurde der Film überwiegend unter dem Arbeitstitel Guten Abend, du Schöne. Erzähle weiter! geführt. Für den Kinostart wird der verkürzte Titel Guten Abend, du Schöne verwendet. Salzgeber bringt den Film am 19. November 2026 in die deutschen Kinos. Weblinks

Guten Abend, du Schöne beim Filmdienst Guten Abend, du Schöne beim deutschen Verleih Salzgeber

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm