Erich Adler (geboren 5. Oktober 1905 in Frankenreuth; gestorben 26. Dezember 1985 in Göteborg) war ein deutsch-schwedischer Chemiker. mini|hochkant|Erich Adler als korporierter Student mit Band und Mütze (1924/25) Leben Erich Adler war ein Sohn des Max Adler und der Elfriede Putzker. Er studierte an der Technischen Hochschule München, schloss sich der jüdischen Studentenverbindung Licaria München im KC anSammlung des Jüdischen Museums Berlin: K.C. Licaria München und wurde 1931 promoviert. Er arbeitete noch ein Jahr als Assistent an der TH München und wurde 1932 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Städtischen Krankenanstalten Mannheim. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten emigrierte er 1933 nach Schweden. Er fand Arbeit als Forschungsassistent am Biochemischen Institut der Universität Stockholm und wechselte 1938 als Senior Assistent an das Institut für Organische Chemie. Er heiratete 1935 Annemarie Pawel, sie hatten zwei Kinder. 1943 erhielt er die Schwedische Staatsbürgerschaft.
Seit 1946 war er Assistenzprofessor für Organische Chemie an der Königlichen Technischen Hochschule und war von 1952 bis 1972 Chemieprofessor an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg. Nach ihm ist die Adler-Phenoloxidation benannt.
Seit 1959 war er Mitglied der Königlichen Wissenschafts- und Literaturgesellschaft in Göteborg und ab 1966 Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften. Adler wurde 1972 als auswärtiges Mitglied in die Finnische Wissenschaftliche Gesellschaft aufgenommen. Adler wurde zum Ritter des Nordstern-Ordens ernannt.
Schriften (Auswahl) Synthese der Bilirubinsäure, der Xanthobilirubinsäure und bilirubinähnlicher Farbstoffe (Bilirubinoide). München, Techn. Hochsch., Diss., 1931 Erich Adler, J. Gierer: Lignin, in: Erich Treiber (Hrsg.): Die Chemie der Pflanzenzellwand : ein Beitrag zur Morphologie, Physik, Chemie und Technologie der Cellulose und ihrer Begleiter. Berlin: Springer, 1957, S. 446–484 Erich Adler, Rune Magnusson, Svend E. Hansen, R. Sömme, Einar Stenhagen, H. Palmstierna: Periodate Oxidation of Phenols. I. Monoethers of Pyrocatechol and Hydroquinone. In: Acta Chemica Scandinavica. 13, 1959, S. 505, doi:10.3891/acta.chem.scand.13-0505 Lignin Chemistry - Past, Present and Future, in: Wood Science and Technology, 11, S. 169–218, (1977)
Literatur Adler, Erich, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 8f.
Weblinks
Erich Adler, bei loostrom Erich Adler, Porträtfoto, bei Jüdisches Museum Berlin
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Königlich Technische Hochschule Stockholm) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Hochschule Chalmers) Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften Kategorie:Mitglied der Kungliga Vetenskaps- och Vitterhetssamhället i Göteborg Kategorie:Mitglied der Finnischen Wissenschaftlichen Gesellschaft Kategorie:Träger des Nordstern-Ordens (Ritter) Kategorie:Korporierter (jüdische Studentenverbindung) Kategorie:NS-Opfer Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Deutscher Emigrant in Schweden Kategorie:Deutscher Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1905 Kategorie:Gestorben 1985 Kategorie:Mann