mini|Landschaftsschutzgebiet Hainbach zwischen Wöhren und Istrup (2024) mini|Hainbach
Das Landschaftsschutzgebiet Hainbach zwischen Wöhren und Istrup ist ein Landschaftsschutzgebiet (LSG) mit etwa 17 ha Flächengröße und liegt im Gebiet der lippischen Stadt Blomberg in Nordrhein-Westfalen. Es wurde 2005 mit dem Landschaftsplan Nr. 11 Blomberg durch den Kreistag des Kreises Lippe als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.Kreis Lippe: Landschaftsplan Nr. 11 Blomberg Detmold 2005 S. 76ff
Beschreibung Im Landschaftsschutzgebiet Hainbach zwischen Wöhren und Istrup liegt die Bachaue des Hainbaches und eines namenlosen Nebenbaches. Das Schutzgebiet liegt nordöstlich vom Dorf Mossenberg. Im Norden geht das Gebiet bis an die Bebauung von Wöhren. Im Nordwesten am Rand von Wöhren befindet sich in einem kleinen Feldgehölz, das überwiegend mit Erlen bestockt ist, ein Quellbereich des Hainbaches. Der Bach fließt nach Osten durch einen Bestand aus Erlen, Eschen, Weiden und Pappeln. Die Strauch- und Krautschicht entspricht Auenwäldern. Nach Südosten zu tritt der Hainbach in die freie Landschaft und wird von da von Kopfweiden, Erlen und anderen Gehölzen sowie von Ruderal- bzw. Uferhochstaudenfluren gesäumt. Aus Richtung Mossenberg kommt der eigentliche Oberlauf des Hainbaches. Wiesen und lückige Ufergehölze begleiten den Hainbach. Nach dem Zusammenfluss sind am Hainbach neben Weiden auch kleinere Feuchtbrachen mit angelegten Artenschutzgewässern zu finden. Am Lauf des Hainbaches nach Süden nach Istrup finden sich nur einzelne Ufergehölze am Bach. Beiderseits grenzen hier an das LSG meist Ackerflächen.
Schutzzwecke für das LSG Laut Landschaftsplan erfolgte die Ausweisung des LSG „zur Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes in ökologisch besonders wertvoll strukturierten Bereichen mit Wasser-, Klima- und Biotopschutzfunktionen,“ „zur Erhaltung und Wiederherstellung von Quellbereichen und naturnahen Fließgewässern, Grünland und naturnahen Waldbereichen unterschiedlicher Feuchtestufen, Feldgehölzen, Hecken und Obstwiesen,“ „zur Erhaltung morphologisch ausgeprägter Bereiche zur Sicherung der landschaftlichen Eigenart und Vielfalt für die Erholung,“ „zur Erhaltung wertvoller Biotopkomplexe aus Wald-Grünlandbereichen, Fließgewässern und Quellen mit wichtigen Trittstein- und Vernetzungsfunktionen,“ „zur Erhaltung und Wiederherstellung wichtiger Rückzugsräume für die bedrohte Tier- und Pflanzenwelt,“ „zur Sicherung der das Orts- und Landschaftsbild gliedernden und belebenden und die dörflichen Siedlungsstrukturen prägenden Freiraumelemente.“
Verbote Im Landschaftsschutzgebiet gelten verschiedene Verbote. „Hunde außerhalb von Wegen frei laufen zu lassen sowie Hundesportübungen durchzuführen.“ Obstbäume dürfen nur aus Obstwiesen und als Einzelbäume entfernt werden, „sofern dieses vorab einvernehmlich mit der unteren Landschaftsbehörde abgestimmt wurde und entsprechender Ersatz geleistet wird.“ Es besteht das Verbot „Grün- oder Brachland in eine andere Nutzungsart umzuwandeln oder umzubrechen.“ „Außerhalb der Hof- und Gartenbereiche dürfen keine gebietsfremden Gehölze, sonstige Pflanzen oder entwicklungsfähige Teile hiervon“ angepflanzt werden. Es dürfen auch keine bauliche Anlagen und Fischteiche erstellt werden. „Schmuckreisig- und Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes oder Baumschulen anzulegen. Im Gebiet sind Aufschüttungen, Verfüllungen, Abgrabungen, Ausschachtungen, Sprengungen oder andere die Oberflächengestalt des Bodens verändernde Maßnahmen verboten.“
Siehe auch Liste der Landschaftsschutzgebiete im Kreis Lippe
Literatur Kreis Lippe: Landschaftsplan Nr. 11 Blomberg. Detmold 2005
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Schutzgebietsgründung 2005 Hainbach zwischen Wohren und Istrup