Vivienne Spiteri (* 23. April 1953 auf Malta) ist eine kanadisch-maltesische Cembalistin und Komponistin.
Leben Spiteri kam mit ihrer Familie 1968 von Malta nach Kanada. Sie studierte Cembalo an der Universität Ottawa (Bachelor 1976) und an der McGill University (Master 1978) und setzte ihr Cembalostudium in den Niederlanden am Koninklijk Conservatorium Den Haag bei Bob van Asperen und bei Colin Tilney fort. Daneben nahm sie an Meisterklassen von Luigi Ferdinando Tagliavini, Kenneth Gilbert und Ton Koopman teil. Von 1989 bis 1990 studierte sie am Institut für Sonologie des Konservatoriums elektronische, elektroakustische und Computermusik. Ein Studium der Musikästhetik 1990–91 an der Université de Paris schloss sie mit dem Diplôme d’études approfondies ab.
Seit 1986 tritt sie als Interpretin zeitgenössischer Cembalomusik auf und gab Konzerte in ganz Kanada sowie in Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Portugal, Spanien, der Schweiz, England, Frankreich, Polen, Australien, Mexiko und auf Malta. Sie vergab Kompositionsaufträge an Komponisten wie Tim Brady, Jan Jarvlepp, Hope Lee, Bruce Mather, Bruce Pennycook und Wendy Prezament für Werke für Cembalo solo oder Cembalo mit Begleitung traditioneller, nicht-westlicher oder unkonventioneller Instrumente. Mit eigenen interdisziplinären Produktionen trat sie in Banff, Amsterdam und Paris auf.
Auf CD nahm sie u. a. Musik von Bengt Hambraeus, Hope Lee, Micheline Coulombe Saint-Marcoux und Tim Brady auf der CD New Music for Harpsichord from Canada and the Netherlands (1988) sowie von Jan Järvlepp auf. Sie produzierte auch selbst Alben, darunter jalsaghar, the desert speaks…comme si l’hydrogène, the door in the wall … instrumentS d’illusion? und isadora sings. Als Komponistin trat sie u. a. mit den Werken anahata, snowSongs, La Maison Tupi, PAA und brimba hervor.
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