Karl Kirchner (* 14. Dezember 1960 in Wiener Neustadt) ist ein österreichischer Chemiker und Hochschullehrer.
Leben und Wirken Karl Kirchner studierte zwischen 1979 und 1987 Technische Chemie an der Technischen Universität Wien (TU Wien), wo er 1987 mit seiner Dissertation über Outer-sphere Redoxkinetik substitutionslabiler Eisenkomplexe in Acetonitril unter Roland Schmid promoviert wurde. Im Anschluss daran war er zwei Jahre lang Postdoktorand an der Washington State University bei John P. Hunt sowie ein weiteres Jahr bei Nobelpreisträger Henry Taube an der Stanford University. Ein kurzes Intermezzo in der Forschungstätigkeit stellte sein Einsatz als UNO-Chemiewaffeninspektor im Irak nach Ende des ersten Golfkrieges in den frühen Neunzigerjahren dar. 1994 erlangte er die Venia Docendi für das Fach Metallorganische Chemie mit einer Habilitationsschrift über die Synthese und Reaktivität von Cp-Ruthenium Komplexen. Seit 2020 ist Kirchner Universitäts-Professor für „Base Metal Catalysis“ am Institut für angewandte Synthesechemie (IAS) der TU Wien. Der Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit in den letzten 20 Jahren liegt hauptsächlich in der Anwendung von Pincer-Komplexen diverser Übergangsmetalle in der homogenen Katalyse und der Aktivierung kleiner Moleküle, sowie im Verständnis von Struktur und Reaktivität der erforschten Liganden und Komplexverbindungen. Kirchner veröffentlichte mehr als 300 Artikel in peer-review Fachzeitschriften und zahlreiche Buchkapitel.
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Chemiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Wien) Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Wien Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann