mini|Ruine der Gottesackeralpe mini|Karte mit Gottesackeralpe mini|Gottesackeralpe zwischen 1892 und 1899 Die Gottesackeralpe ist eine ehemalige Alpe am Gottesackerplateau in der Allgäuer Alpen. Mit einer Lage in einer Höhe von , war sie eine der höchstgelegenen Alpen in den Allgäuer Alpen.
Lage Die Ruine der Alpe liegt auf einem Sattel zwischen dem Plateau des Gottesackers und den Oberen Gottesackerwänden, die Teil des Gebirgszug der Nordwestlichen Walsertaler Berge innerhalb der Allgäuer Alpen sind. Talabwärts in Richtung Südost verläuft das Kürental, das auch als Gottesackerloch bezeichnet wird, nach Riezlern im Kleinwalsertal. Die Alpe liegt innerhalb der Gemarkung der Marktgemeinde Oberstdorf im bayrischen Landkreis Oberallgäu. Wenige Meter entfernt verläuft die Staatsgrenze zu Österreich mit dem Kleinwalsertal als Teil des Bundeslandes Vorarlberg. Sie befindet sich auch innerhalb des Naturschutzgebiets Hoher Ifen mit Gottesackerwänden.
Geschichte Die heutige Situation in einer unwirtlichen Karstlandschaft verwundern zunächst hinsichtlich eines ehemaligen Almbetriebs. Im Mittelalter waren die klimatischen Bedingungen im Kleinwalsertal wesentlich günstiger, so dass von einer etwa 200 Meter höheren Waldgrenze ausgegangen wird. Ein Auf- und Abtrieb der Viehs im Frühsommer oder Herbst durch das felsige Kürental war zudem aufwendig. Über die Begründung der Alpe ist nichts bekannt. Im Jahr 1820 wurde sie als Sennalpe mit 200 Hektar Grund erwähnt. Bis 1892 waren die Privatbesitzer Engelbert und David Elsässer. Danach ging sie in den Besitz des Fürsten von Waldburg-Wolfegg über, der sie von Pächtern bewirtschaften ließ. Wegen der schlechter werdenden Bedingungen wurde die Alpe immer weniger genutzt. Um 1905 stürzte das Dach ein, ohne wieder repariert zu werden. In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das letzte Vieh hinauf getrieben. Das Futter reichte nur noch für 21 Tage. Schon um 1950 waren dann nur noch die Grundmauern zu sehen. Heute gehört das Gelände der Alpe der Erbengemeinschaft des verstorbenen Unternehmers Adolf Merckle.
Zugang und Wandern Die meisten Wanderer passieren die Ruine nach einem Aufstieg über die Ifenmulde zum Hahnenköpfle (2082 m) und Überquerung des Gottesackerplateaus. Der Abstieg verläuft dann über das Kürental nach Riezlern. Der Aufstieg kann auch direkt über dieses Tal oder durch das benachbarte Mahdtal kombiniert mit den Gottesackerwänden erfolgen.
Weblinks
Einzelnachweise BayernAtlas - Topographische Karte - Kartenausschnitt mit Gottesackeralpe, aufgerufen am 5. September 2026. Naturschutzgebiet "Hoher Ifen mit Gottesackerwänden". Eintrag im Oberstdorf-Lexikon. Gottesackeralpe auf www.kleinwalsertal-berghuetten.com. Brigitte Schäfer: Gottesackerplateau - Über ein zu Fels erstarrtes Meer in Kleinwalsertal, KOMPASS Wanderführer 5674, KOMPASS-Karten GmbH Innsbruck, 2. Auflage 2018, ISBN 978-3-99044-149-7, S. 68–70. Mark Zahel, Rother Wanderführer Kleinwalsertal - Mit Oberstdorf und Umgebung, 6., überarbeitete Auflage 2024, Rother Bergverlag Oberhaching, ISBN 978-3-76334799-5, S. 46–48 und 49–51.
Kategorie:Geographie (Oberstdorf)