Eugen Müller (* 1913; † 2002) war ein deutscher Sport- und Fußballfunktionär. Von 1958 bis 1988 war er Präsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV). Daneben stand er von 1965 bis 1980 dem Sportbund Pfalz und von 1976/1977 bis 1984 dem Landessportbund Rheinland-Pfalz vor. Müller gehörte außerdem dem Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an.
Sportliche Laufbahn
Müller gehörte bereits zu den Funktionären der ersten Stunde des am 23. Juli 1949 gegründeten Südwestdeutschen Fußballverbandes. Bei der Gründung des Verbandes war er Vorsitzender des Spielausschusses. Aus dieser Zeit ist er unter anderem auf einer Aufnahme mit Spielern einer Südwestauswahl um Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich und Werner Kohlmeyer dokumentiert.
1958 übernahm Müller in Nachfolge von Karl Fahrbach das Präsidentenamt des SWFV. Er stand dem Verband drei Jahrzehnte lang bis 1988 vor; anschließend wurde Georg Adolf Schnarr sein Nachfolger. Damit war Müller von den bisherigen Präsidenten am längsten an der Spitze des Verbandes.
Deutscher Fußball-Bund
Müller nahm auch auf Bundesebene Funktionen im Deutschen Fußball-Bund wahr. Für den 26. November 1976 ist er als Mitglied des DFB-Vorstandes belegt. An diesem Tag gehörte er zu den bei einer ordentlichen Vorstandssitzung anwesenden Vorstandsmitgliedern, die die Errichtung der DFB-Stiftung Sepp Herberger beschlossen.
Sein Wirken im DFB war insbesondere mit dem Amateurfußball verbunden. In einer späteren Darstellung des DFB wurde Müller als „Amateur-Müller“ bezeichnet und als im Verband „respektiert und hoch geachtet“ charakterisiert.
Weitere Sportverbände
Neben seinen Funktionen im Fußball war Müller auch in den überfachlichen Sportorganisationen in Rheinland-Pfalz tätig. Von 1965 bis 1980 amtierte er als Präsident des Sportbundes Pfalz. Nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt wurde er 1980 zum Ehrenpräsidenten des Sportbundes ernannt.
Bereits 1974 war Müller stellvertretender Vorsitzender des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. In dieser Funktion setzte er sich gegenüber der Landesregierung für eine baldige Verabschiedung des Sportförderungsgesetzes ein.
Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden August Zeuner übernahm Müller 1976 auch die Führung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Auf der Mitgliederversammlung am 12. März 1977 in Mainz wurde er offiziell zum zweiten Vorsitzenden des Landessportbundes gewählt. Auf derselben Mitgliederversammlung wurde der Landesplan für Breiten- und Freizeitsport verabschiedet. 1978 wurde während Müllers Amtszeit die Geschäftsstelle des Landessportbundes von Koblenz nach Mainz verlegt. Am 14. April 1984 übergab er die Führung des Verbandes an Rolf Weiler. Am selben Tag wurde Müller Ehrenmitglied des Landessportbundes Rheinland-Pfalz.
Auszeichnungen
1980: Ehrenpräsident des Sportbundes Pfalz 1984: Ehrenmitglied des Landessportbundes Rheinland-Pfalz 1988: Ehrenpräsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes
Einzelnachweise
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