mini|Drususbrücke 1933 Die Drususbrücke () ist eine Brücke über die Talfer in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen.
Das Bauwerk wurde von 1929 bis 1931 von der italienischen Statsstraßenverwaltung nach Plänen des Architekten Eugenio Miozzi und von Gilberto Ricci errichtet und im Oktober 1931 übergeben.Die Einweihung des Brückenbauwerks erfolgte am 9. Jahrestag des Marschs auf Rom, dem 28. Oktober 1931, s. den propagandistischen Bericht der faschistischen Alpenzeitung vom 29. Oktober 1931, S. 3 (Digitalisat)Karl Theodor Hoeniger: Altbozner Bilderbuch. Hundert Abbildungen und vierzig Aufsätze zur Stadtgeschichte. 3., erw. Auflage. Ferrari-Auer, Bozen 1968, S. 274.
Es verbindet die Stadtviertel Zentrum-Bozner Boden-Rentsch und Gries-Quirein bzw. die Drususallee mit der Richtung Bahnhof Bozen führenden Marconistraße. Es handelt sich um eine dreibogige Stahlbetonbrücke, die steinsichtig verkleidet und 102 Meter lang und 35 Meter breit ist.Vgl. den Bericht Zwei Jahre Drususbrücke in der Alpenzeitung vom 26. September 1933, S. 3 (Digitalisat).Drususbrücke auf sentres.com
Der Namengebung nahm programmatisch auf den römischen Feldherrn Drusus und seinen Alpenfeldzug Bezug. Im Sinne der politischen Intentionen des faschistischen Regimes, das den Bau veranlasste, sollte mit der Berufung auf die antike Straßenstation Pons Drusi („Brücke des Drusus“), die im Bozner Raum zu lokalisieren ist, die beabsichtigte Italianisierung Südtirols in der Zwischenkriegszeit legitimiert werden.
Die Brücke wurde ursprünglich von vier überlebensgroßen Adlerfiguren gesäumt, die auf Weltgloben und Liktorenbündeln aufsaßen – Werke des Künstlers Vittorio Morelli aus Ancona. Sie wurden um 1970 im Rahmen einer Straßenverbreiterung entfernt.
Am Südwestende der Brücke befindet sich das Gebäude von Eurac Research, dessen historischer Kern ebenso aus den 1930er Jahren stammt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Verkehrsbauwerk in Bozen Kategorie:Erbaut 1931 Kategorie:Straßenbrücke in Italien Kategorie:Bogenbrücke Kategorie:Stahlbetonbrücke Kategorie:Faschistische Architektur