Das Gebiet Ibacher Moor ist ein mit Verordnung vom 2. Mai 2017 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 101077) bei Ibach im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.
Lage Das Schutzgebiet befindet sich südöstlich von Dachsberg. Es liegt im Staatswald Waldshut auf dem Flurstück 086820-000-01582/000.https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/8021077/
Der Bannwald ist Teil des Naturschutzgebiets Kirchspielwald-Ibacher Moos sowie Teil des FFH-Gebiets Oberer Hotzenwald und des Vogelschutzgebiets Südschwarzwald. Der Bannwald liegt im Naturpark Südschwarzwald.
Geologie Der Untergrund besteht mehrheitlich aus einem Hochmoor.
Vegetation Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Pflanzen vor: Blauer Eisenhut, Rippenfarn, Besenheide, Sumpfdotterblume, Grau-Segge, Braun-Segge, Schnabel-Segge, Behaarter Kälberkropf, Sumpf-Kratzdistel, Sumpf-Blutauge, Rasen-Schmiele, Gewöhnlicher Dornfarn, Wald-Schachtelhalm, Scheiden-Wollgras, Großes Springkraut, Spitzblütige Binse, Faden-Binse, Kleines Zweiblatt, Sprossender Bärlapp, Blaues Pfeifengras, Borstgras, Wald-Sauerklee, Sumpf-Herzblatt, Gemeine Fichte, Wald-Simse, Fuchssches Greiskraut, Gewöhnliche Goldrute, Vogelbeere, Gewöhnlicher Teufelsabbiss, Siebenstern, Große Brennnessel, Heidelbeere, Gewöhnliche Moosbeere, Rauschbeere, Preiselbeere, Sumpf-Veilchen, Dreilappiges Peitschenmoos, Goldenes Frauenhaarmoos, Torfmoose, Rosmarinheide, Schlamm-Segge, Armblütige Segge, Faulbaum, Bergkiefer, Arktische Smaragdlibelle, Schwarz-Erle, Wald-Engelwurz, Gewöhnliches Ruchgras, Mittleres Zittergras, Igel-Segge, Gelb-Segge, Bleiche Segge, Weiß-Tanne, Moor-Birke, Geflecktes Knabenkraut, Drahtschmiele, Wiesen-Wachtelweizen, Rohrglanzgras, Hunds-Straußgras, Grünliche Gelb-Segge, Draht-Segge, Hirse-Segge, Breitblättriges Knabenkraut, Traunsteiners Knabenkraut, Rundblättriger Sonnentau, Sumpf-Weidenröschen, Glocken-Heide, Schmalblättriges Wollgras, Flatter-Binse, Fieberklee, Gemeines Fettkraut, Ohr-Weide, Kleiner Baldrian, Sphagnum magellanicum, Wald-Reitgras, Gegenblättriges Milzkraut, Sumpf-Pippau, Echter Seidelbast, Echter Wurmfarn, Mädesüß, Flutender Schwaden, Knäuel-Binse, Wald-Witwenblume, Schwarze Heckenkirsche, Quirlblättrige Weißwurz, Hohe Schlüsselblume, Eisenhutblättriger Hahnenfuß, Himbeere, Sal-Weide, Echter Baldrian, Zweigestreifte Quelljungfer, Laubmoose, Wasseramsel.
Der Bannwald wird vollständig überlagert von sechs Biotopen: Fichtenwald beim Ibacher Moos (NSG) (1) mit der Biotopnummer 282143371117, Spirkenmoor Ibacher Moos mit der Biotopnummer 282143371119, Flachmoore Ibacher Moos (NSG) mit der Biotopnummer 282143371127, Moorrandwald Ibacher Moos (NSG) mit der Biotopnummer 282143371116, Moore am Westrand des Ibacher Klusenmoos mit der Biotopnummer 182143371069 und Ibach im NSG "Kirchspielwald - Ibacher Moor" mit der Biotopnummer 282143371125.
Im Biotop Spirkenmoor Ibacher Moos wurde bei Zählungen in den Jahren 1993, 1994 und 1995, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Pflanzenart Schlamm-Segge gefunden. Es wurde auch die Pflanzenart Armblütige Segge gefunden. Darüber hinaus wurde das Vorkommen der Libellenart Arktische Smaragdlibelle nachgewiesen. Alle genannten Arten sind von der LUBW als stark gefährdet eingestuft.
Schutzzweck Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung Die durch ihre Nutzungsgeschichte geprägten Bergmischwäldern des Südschwarzwalds einen vom Menschen unbeeinflussten Ablauf der natürlichen Prozesse zu gewährleisten (Prozessschutz) und hierüber die Eigendynamik natürlicher oder naturnaher Ökosysteme einschließlich der Standorte sowie der sich daraus ergebenden Vielfalt an charakteristischen Lebensräumen, Tieren, Pflanzen und anderen Organismen auf Dauer zu schützen. Die Bannwälder dienen neben dem Schutz von Natur und natürlichen Prozessen insbesondere auch der Erhaltung genetischer Ressourcen sowie der wissenschaftlichen Beobachtung und Erforschung.
Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch Liste der Bannwälder in Baden-Württemberg
Weblinks mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte https://www.naturpark-suedschwarzwald.de/de/freizeit-sport/details.php?id=38275
Einzelnachweise
Kategorie:Waldschutzgebiet im Landkreis Waldshut Kategorie:Ibach (Schwarzwald) Kategorie:Schutzgebietsgründung 2017