Gumniska Małe () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage Gumniska Małe liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 17 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 29 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Das einstige Klein Rüppertswalde war ein Wohnplatz und Vorwerk des Guts Bauditten im ostpreußischen Kreis Mohrungen.Dietrich Lange: Klein Rüppertswalde 500 Meter südöstlich des Dorfs stand ein Torfwerk (heute ).

Klein Rüppertswalde zählte im Jahre 1820 87 Einwohner,Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Klein Rüppertswalde und wurde 1874 mit dem Gut Bauditten in den Amtsbezirk Bauditten eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Bauditten

66 Einwohner waren im Jahre 1885 in Klein Rüppertswalde gemeldet, im Jahre 1905 waren es noch 28.Meyers Gazetteer: Bauditten

Am 30. September 1928 „wechselte“ Klein Rüppertswalde seine Zugehörigkeit, als nämlich der Gutsbezirk Bauditten in die Landgemeinde Bauditten umgewandelt wurde.

Aufgrund der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen erhielt Klein Rüppertswalde nach 1945 die polnische Namensform „Gumniska Małe“. Der Ort ist heute als Osada (= „Siedlung“) eine Ortschaft im Verbund der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Torfwerk Der Kreis Mohrungen war von ausgedehnten Moor- und Sumpfgebieten geprägt, mag doch auch der Ortsname Mohrungen auf die Moore der Gegend zurückgeführt werden können. So war in dieser Region der Torfabbau eine bedeutende Quelle zur Gewinnung von Brennmaterial und Streugut. In Klein Rüppertswalde nutzte das Torfwerk das Torfvorkommen und war somit ein nicht unbedeutender Arbeitgeber bzw. Wirtschaftsfaktor.

Religion Bis 1945 war Klein Rüppertswalde in die evangelische Kirche Groß Arnsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Stadt Mohrungen im damaligen Bistum Ermland.

Heute gehört Gumniska Małe evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Katholischerseits ist der Ort in die Pfarrei der Christkönigkirche Jarnołtowo im Dekanat Morąg des Bistums Elbląg eingegliedert. Im Jahre 1991 engagierten sich die Einwohner von Gumniska Małe beim Bau einer Kapelle im benachbarten Budwity, die dem Hl. Franz von Assisi gewidmet und der Pfarrei in Jarnołtowo zugeordnet ist.Pfarrei Jarnołtowo

Verkehr mini|Das Bahnhofsgebäude Bauditten/Ebenhöh auf Klein Rüppertswalder Gebiet Gumniska Małe liegt an einer Nebenstraße, die von Jarnołtowo über Jarnołtówko und Budwity bis nach Gumniska Wielkie führt.

Die nächste Bahnstation ist Małdyty an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo. Von 1893 bis 2004 gab es auch die Bahnstation Bauditten, die von 1925 bis 1945 „Ebenhöh“, danach „Bałdyty“ bzw. Budwity genannt wurde. Sie gehörte zur Bahnstrecke Małdyty–Malbork. Von 1925 bis 2004 lag die Bahnstation auf dem Gebiet von Klein Rüppertswalde resp. Gumniska Małe.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty