mini|Katholische Kirche St. Michael in Recklinghausen-Hochlarmark St. Michael in Hochlarmark nordwestlich von Dortmund in Nordrhein-Westfalen ist eine römisch-katholische Filialkirche der Propsteipfarrei St. Peter (Recklinghausen). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Michael und gehört zum Kreisdekanat Recklinghausen im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine neoromanische Pfeilerbasilika und hat ca. 300 Sitzplätze.

Geschichte Für die neue Schachtanlage „Recklinghausen II“ entstanden in den Jahren 1882 bis 1884 in Hochlarmark ausgedehnte Wohnsiedlungen für die Familien der Bergarbeiter. Weil der Weg zur nächstgelegenen Pfarrei St. Marien (Recklinghausen) viel zu weit und zu beschwerlich war, wünschten sich die Katholiken ein eigenes Gotteshaus.

Nach der Abtrennung des Seelsorgebezirks Hochlarmark von St. Marien erfolgte 1907 die Errichtung eines seelsorglich selbstständigen Pfarrrektorats und 1917 die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei St. Michael.

Baubeschreibung Nach den Plänen des Architekten Franz Lohmann (Recklinghausen) entstand 1906–07 in Hochlarmark das Gotteshaus, das am 11. Juni 1908 durch Bischof Herrmann Jakob Dingelstad dem Erzengel Michael geweiht wurde.

St. Michael ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Querhaus und einer Flachdecke unter einem Satteldach. Der eingezogene Chor mit Apsis liegt im Norden. Der große Chorflankenturm im Osten besitzt ein Helmdach. Die eingeschossige Sakristei im Westen hat ein Walmdach. An der Südfassade der Kirche stehen zwei kleinere Flankentürme mit kupfergedeckten Helmdächern. Die Wände des Gotteshauses sind mit hellem Rauputz bedeckt und die Dächer bestehen aus Naturschiefer. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1907, das Pfarrheim von 1924 und der Kindergarten von 1957.

Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bombenexplosionen alle Fenster und das Kirchendach am 9. November 1944. Die Schäden der Fenster wurden zunächst durch Drahtglas notdürftig repariert. Erst gegen Ende des Jahres 1954 konnten alle Buntglasfenster wieder hergestellt werden. Eine gründliche Außensanierung des Gotteshauses erfolgte 2021.

Strukturentwicklungen Im Rahmen einer Neuordnung der Gemeindestrukturen im Bistum Münster wurden St. Michael und St. Pius in Hochlarmark 2019 in die Propsteipfarrei St. Peter (Recklinghausen) eingegliedert.

Ende 2028 werden sich die Pfarreien St. Antonius, Liebfrauen und St. Peter in Recklinghausen sowie St. Martinus (Westerholt) und St. Antonius (Herten) zusammenschließen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Recklinghausen-Herten“.

Glocken Im Chorflankenturm von St. Michael hängen die folgenden zwei Kirchenglocken aus Bronze:

Glocke 1: Schlagton: gis‘; Ø 100 cm; Gießerei: Glockengießerei Otto (Hemelingen); Gussjahr: 1907 Glocke 2: Schlagton: cis‘; Ø 82 cm; Gießerei: unbekannt; Gussjahr: 1515.

Orgel Die Firma Anton Feith (Paderborn) baute 1961 für St. Michael in Hochlarmark eine Pfeifenorgel mit 20 Registern und elektrischen Kegelladen.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Michael (Hochlarmark) … Website vom Kreisdekanat Recklinghausen

Einzelnachweise

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