mini|Pfarrkirche Sankt Bartholomäus in Niederpöring Die römisch-katholische Kirche St. Bartholomäus ist eine im Kern frühgotische, barock veränderte Saalkirche im Ortsteil Niederpöring von Oberpöring im Landkreis Deggendorf in Niederbayern. Sie gehört zum Pfarrverband Ramsdorf im Dekanat Osterhofen der Diözese Passau. Kirchenpatron ist der Hl. Bartholomäus.

Geschichte und Architektur Die Kirche ist eine frühgotische Chorturmanlage, die in den Jahren 1658/59 verändert und um kurze Kapellen oder Querarme erweitert wurde. Eine Verlängerung der Kirche erfolgte im Jahr 1908. Der massige Chorturm mit Satteldach hat teilweise die mittelalterliche Form behalten. Die Gliederung erfolgte durch Blendfelder mit Bogenfriesen, am Abschlussgeschoss mit Rundbogenblenden.

Das Innere der Kirche ist durch die Barockisierung geprägt. Das Schiff ist durch ein Stichkappentonnengewölbe über verkröpften Wandvorlagen mit Gebälkstücken geschlossen. Der Chor und die Seitenkapellen sind kreuzgewölbt.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Hochaltar, der 1698 von Landauer Meistern gestaltet wurde. Ein Kalksteinrelief in der Südkapelle aus der Zeit vor der Mitte des 15. Jahrhunderts hat die Form eines Triptychons und hat wahrscheinlich ursprünglich als Altar gedient. Im Mittelfeld ist die Kreuzigung mit Maria und Johannes dargestellt. Rechts sind zwei Heilige und kniende Stifter dargestellt, links der Drachenkampf des Heiligen Georg. Reste einer farbigen Fassung sind erhalten.

Mehrere Grabdenkmäler in Rotmarmor gehören der Spätgotik und der Renaissance an. In der Südkapelle befindet sich die Deckplatte der Tumba des Ludwig Kamerauer († 1423); sie zeigt eine Ganzfigur des Gerüsteten, fast vollplastisch herausgearbeitet. Ebenfalls dort befindet sich der Grabstein der Agnes von Emershofen, geborene von Rechberg († 1547). In einer Muschelädikula ist ein ganzfiguriges Relieffeld mit feiner Oberflächenmodellierung angeordnet, ein beachtenswertes Beispiel für eine Renaissance-Grabplastik. In der Nordkapelle erinnert ein großes Epitaph am Onofrius von Seiboldsdorf und Niederpöring († 1564) und seine Frau Anna († 1553) mit dem Meistermonogramm L D. Das Sterbedatum des Mannes wurde nachträglich eingemeißelt. Das Hauptrelief zeigt das Ehepaar kniend vor dem Kruzifix. In der Lünettenbekrönung sind Gottvater und die Taube des Heiligen Geistes dargestellt.

Die Orgel ist ein Werk von Martin Hechenberger aus dem Jahr 1888 mit acht Registern auf einem Manual und Pedal.

Das Geläut besteht aus vier Glocken, von denen drei durch die Glockengießerei Perner im Jahr 1949 geschaffen wurden. Eine vierte Glocke eines unbekannten Gießers stammt aus dem Jahr 1776.Informationen auf der Website des Bistums Passau

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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