Fritz Carl Ernst Müller (* 2. Dezember 1893 in Berlin; † 9. März 1966 in Hannover)Geburtsurkunde Nr. 1192/1893, Standesamt Berlin IVa, Landesarchiv Berlin.Sterbeurkunde Nr. 398/1966, Standesamt Hannover III. war ein deutscher Offizier und Ministerialbeamter.
Leben Müller besuchte das Ubbo-Emmius-Gymnasium Leer. 1912 trat er in die Kaiserliche Marine ein, wo er eine Ausbildung zum Seeoffizier begann. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg. 1919 verließ er die Marine als Oberleutnant zur See. Anschließend war er zunächst bis 1920 Referent in der Einwohnerwehrzentrale beim preußischen Innenministerium in Berlin.
Von 1920 bis 1921 absolvierte Müller eine kaufmännische Ausbildung bei der Firma Gebr. Böhler & Co. AG in Berlin. Daraufhin war er von 1921 bis 1922 Korrespondent bei der Torfstreuverband GmbH in Berlin. Anschließend war er von 1922 bis 1925 Prokurist bei der Cockerell Fahrzeugwerke AG in München und von 1925 bis 1926 kaufmännischer Leiter bei der Firma Amac-Vergaser GmbH in Nürnberg. Parallel zu seiner Berufstätigkeit absolvierte er ein Studium der Nationalökonomie an den Universitäten Berlin und München. Von 1926 bis 1927 war er erst bei den Deutschen Industriewerken und dann bei der Deutsche Post- und Eisenbahn-Verkehrswesen AG tätig.
Von 1927 bis 1933 war Müller Mitarbeiter der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt. 1933 wurde er ins Reichsluftfahrtministerium übernommen und zum Regierungsrat ernannt. Dort war er zunächst bis 1934 in der Amtsgruppe Technische Wirtschaft und Haushalt tätig. Zum 1. April 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.577.219).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/29460692 Er wurde 1934 zum Oberregierungsrat befördert und war anschließend bis November 1944 Leiter der Abteilung „Verwaltung“ im Industriewirtschaftsamt des Reichsluftfahrtministeriums. Während dieser Zeit wurde er 1935 zum Ministerialrat und 1942 zum Ministerialdirigenten befördert. Als solcher war er Beiratsmitglied bei verschiedenen Flugzeugindustriefirmen. Von November 1944 bis zum Kriegsende im Mai 1945 war er Amtsgruppenchef „Technische Wirtschaft und Haushalt“ im Wirtschaftsamt des Reichsluftfahrtministeriums.
Von 1945 bis 1947 befand sich Müller in Kriegsgefangenschaft. 1948 war er als Bergmann in Langreder tätig. In seinem Spruchkammerverfahren wurde er im November 1948 als „Entlasteter“ eingestuft. Er starb im März 1966 im Alter von 72 Jahren in Hannover.
Literatur Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945. Band 2. Habermehl-Nuber. Biblio, Osnabrück 1991, ISBN 3-7648-1701-1.
Weblinks Fritz Müller auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien
Einzelnachweise
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