Karl August von Schmidt auf Altenstadt (* 20. Februar 1816 in Herrenwies; † 22. April 1890 in Wien) war ein deutscher Schriftsteller und Lehrer sowie Gründer der ersten Turnschule in Oedenburg. Sein Pseudonym als Schriftsteller war Carl Stugau. Herkunft Seine Eltern waren der königlich württembergische Hauptmann August von Schmidt auf Altenstadt († 20. Oktober 1848) und dessen Ehefrau Marie Agathe Caroline von Seethal († 26. Februar 1855). Leben Der junge Karl August kam zu seiner Tante nach Bamberg, wo er seine erste schulische Bildung erhielt, danach besuchte er die Mittelschule in Stuttgart. Nach seinem Abschluss studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. Sein Plan, die diplomatische Laufbahn einzuschlagen, scheiterte an den Finanzen. Schmidt entschloss sich daher, einem württembergischen Infanterie-Regiment beizutreten. Dort stieg er zum Oberleutnant auf. Er arbeitete mehrere Jahre lang als Lehrer der Offiziersanwärter in Mathematik und in verschiedenen militärwissenschaftlichen Disziplinen. Da sein Gehalt für eine Heirat nicht reichte, verließ er 1844 das Militär, als er Aussicht auf eine Stelle in der Schweiz hatte. Schmidt heiratete, aber er erhielt die Stelle nicht. Eine in Preßburg lebende Tante vermittelte ihm eine Stelle als Lehrer der französischen und englischen Sprache sowie der Mathematik in Oedenburg. So arbeitete er die nächsten Jahre an der dortigen Handelsschule. Da er in seiner Militärzeit den Wert körperlicher Übungen kennen gelernt hatte, gründete er die erste Turnschule.

1848 kam er in Kontakt mit der Augsburger „Allgemeinen Zeitung“. Als 1849 der Ungarische Aufstand in das zweite Jahr ging, ging er im Auftrag der Zeitung in das Hauptquartier des Feldzeugmeisters Baron Haynau. Er berichtete von dort bis zur Kapitulation der Aufständischen. Nach dem Krieg gründete Schmidt den „Oedenburger Stadt- und Landboten“. Aber nach zwei Jahren gab er auf und zog nach Wien. Dort arbeitete er weiter als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte in zahlreichen Zeitschriften.

Werke (zufällige Auswahl) Die Liste enthält nur Romane etc. Zahlreiche weitere Veröffentlichungen finden sich in Zeitungen und Magazinen. 1865, Das Buch vom Lebensglück, 1862, Die Kunst des Lebens froh zu werden, 1862, Des Freimanns Töchterlein, 1863, Unbegreifliche Geschichten, 1874, Die Religion des Zweiflers, 1871, Pius IX. und seine Zeit, ,

Familie Schmidt heiratete Luise Krauss (* 27. April 1825; † 8. April 1912). Das Paar hatte mehrere Kinder: Moritz (* 27. September 1848), Bankdirektor a. D. Maximilian (* 15. Mai 1858; † 10. September 1920), Professor der ChemieÖsterreichisches Biographisches Lexikon Agathe (* 21. März 1858 in Wien) ⚭ 1887 Wilhelm Wiest (* 20. März 1850), königlich württembergischer OberamtsrichterDeutsches Geschlechterbuch, 1927, S. 396

Literatur

Genealogisches taschenbuch der Ritter- und Adelsgeschlechter, Band 18, 1893, S. 548 Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, 1911, S. 794 Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1922, S. 789 Schmidt auf Altenstadt, Karl August in Österreichisches Biographisches Lexikon Das geistige Wien: Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Band 3, S. 316

Einzelnachweise

Kategorie:Schriftsteller (Wien) Kategorie:Schullehrer Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren 1816 Kategorie:Gestorben 1890 Kategorie:Mann