Rotraut Fischer (* 1952) ist eine deutsche Germanistin.

Leben Rotraut Fischer absolvierte ein Studium der Slawistik, Germanistik, Geschichte, Politologie und Pädagogik. Sie legte das Erste und Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. 1986 erfolgte die Promotion im Fach Neuere deutsche Literatur mit der Arbeit Reisen als Erfahrungskunst. Georg Forsters „Ansichten vom Niederrhein“ an der Universität Marburg. Anschließend lehrte sie deutsche Sprache und Literatur an der Universität Venedig, unterrichtete an Gymnasien und am Studienkolleg der TU Darmstadt. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der TU Darmstadt und Lehrbeauftragte für Editionsphilologie. Sie führte schulpraktische Studien für Lehramtskandidaten durch und gab Sprachunterricht.

Fischer ist Mitglied im Wissenschaftlichen Rat der Brüder Grimm-Gesellschaft und Mitherausgeberin der Quellen zur Brüder Grimm-Forschung (gemeinsam mit Ewald Grothe, Bernhard Lauer u. a.)

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die deutsch-italienische Kultur- und Literaturgeschichte und die Editionsphilologie.

Schriften (Auswahl) mit Anna Maria Voci (Hrsg.): Deutsch-Florentiner. Von der liberalen Musenrepublik zur prekären Zufluchtsstätte. Königshausen u. Neumann, Würzburg 2026. Fluchtpunkt Florenz. Deutsch-Florentiner in Risorgimento und Gründerzeit. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2022. mit Christina Ujma (Hrsg.): Stadt, Kultur, Revolution. Italienansichten deutschsprachiger Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2017. Reisen als Erfahrungskunst. Georg Forsters „Ansichten vom Niederrhein“. Hain, Frankfurt am Main 1990. mit Gerd Schrader, Gabriele Stumpp: Natur nach Maß. Physiognomik zwischen Wissenschaft und Ästhetik. Soznat, Marburg 1989.

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