Johann Ottmar (* 16. November 1939 in Pforzheim) ist ein deutscher Pädagoge und Regionalhistoriker.Dr. Johann Ottmar. In: VWM Verlag / Gesichter der Regionen (mit allen biografischen Daten u. Foto, abgerufen am 21. August 2026).

Leben und Wirken Nach seiner Reifeprüfung in Neuenbürg 1958 studierte Johann Ottmar Geschichte, Politikwissenschaft und Anglistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen, unterbrochen von einem Studiensemester in Leicester (1962/63). Sein Studium schloss er 1964 mit dem Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab. Es folgte das Referendariat an verschiedenen Gymnasien in Baden-Württemberg. Von 1966 bis 1970 war er Gymnasiallehrer am Wieland-Gymnasium in Biberach/Riß. 1970 bis 1974 unterrichtete er am Wirtschaftsgymnasium Ravensburg. Im Jahre 1974 promovierte der an der Universität Tübingen zum Dr. phil.Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Tübingen 1972. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2000 unterrichtete er an der Wilhelm-Schickard-Schule Tübingen in den Fächern Englisch, Geschichte und Gemeinschaftskunde. Bis in sein hohes Alter betätigte sich Johann Ottmar als Regionalhistoriker und publizierte vor allem über den Adel im oberen Neckarraum. 1976 gehörte er zu den Mitbegründern der „Gesellschaft Schloss Glatt“, deren Vorsitz er bis 1987 innehatte, außerdem gab er dessen Schriftenreihe heraus.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Die Burg Neuneck und ihr Adel. Ein Beitrag zur Geschichte des niederen Adels am Neckar und Schwarzwald (= Göppinger akademische Beiträge, Bd. 84). Kümmerle, Göppingen 1974, ISBN 3-87452-232-6 (= Dissertation an der Universität Tübingen). Die Grabmäler der Familie von Neuneck in der Pfarrkirche zu Glatt. In: Glatter Schriften, Bd. 1 (1979), S. 5–30. Die Grabmäler in der Sulzer Stadtkirche. In: Winfried Hecht u. a.: Sulz. Alte Stadt am jungen Neckar. Festschrift zur 700-Jahr-Feier der Stadtrechtsverleihung. Stadt Sulz 1984, S. 167–182 Der Bauernaufstand von 1525 zwischen Nordschwarzwald und oberem Neckar. In: Franz Quarthal (Hrsg.): Zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Das Land am oberen Neckar (= Veröffentlichungen des Alemannischen Instituts, Bd. 52). Thorbecke, Sigmaringen 1984, S. 177–219, ISBN 3-7995-4034-2. Die Hopfauer Briefrolle. Die Korrespondenz zu einem Rechtsstreit des Hans von Neuneck mit der Stadt Horb von 1451/52. In: Gerhard Hergenröder (Hrsg.): Varia historica. Beiträge zur Landeskunde und Geschichtsdidaktik. Rainer Jooß zum 50. Herba-Verlag, Plochingen 1988, S, 418–442. Die spätgotischen Kelche von Glatt und Neckarhausen. Ein Beitrag zur Kultur- und Konfessionsgeschichte des Adels am oberen Neckar. In: Zeitschrift für hohenzollerische Geschichte, Bd. 24/25 (1988/89), S. 137–158. (mit Iris Fromm): Landadel, Kirche und Bauern. Zehn Beiträge zur Geschichte und Kulturgeschichte der Adelsherrschaften am Neckar und Schwarzwald im 15. und 16. Jahrhundert. Geiger, Horb am Neckar 1991, ISBN 3-89264-612-0. Grundzüge der Familiengeschichte. In: Franz Quarthal (Hrsg.): Adel am oberen Neckar. Beiträge zum 900jährigen Jubiläum der Familie von Ow. Bibliotheca-Academica-Verlag, Tübingen 1995, S. 7–76 u. S. 541–557, ISBN 3-928471-12-0. Die Grabdenkmäler der Familie von Ow an den heimischen Begräbnisstätten. In: Ebd., S. 213–325. Reinhard von Neuneck, Ritter zu Glatt (1474–1551). Fürstendiener, Reisender und Wallfahrer, Hauptmann, Kriegsrat und Bauherr. Markstein-Verlag, Filderstadt 2005, ISBN 3-935129-22-X. Hohenentringen. Adelssitz am Rand des Schönbuchs. Geiger, Horb am Neckar 2006. Beiträge zur Geschichte von Enzklösterle. Mauser u. Tröster, Mössingen 2015, ISBN 3-941500-21-X.

Außerdem weitere kleinere Aufsätze und Artikel.

Einzelnachweise

Kategorie:Regionalhistoriker Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Mann