thumb|Karla Rubilar (2019) Karla Elizabeth Rubilar Barahona (* 17. April 1977 in Santiago) ist eine chilenische Ärztin und Politikerin. Sie war von 2006 bis 2018 Mitglied der chilenischen Abgeordnetenkammer, von 2018 bis 2019 Intendantin der Región Metropolitana de Santiago sowie in der zweiten Regierung von Präsident Sebastián Piñera von 2019 bis 2020 Ministerin-Generalsekretärin der Regierung und von 2020 bis 2022 Ministerin für soziale Entwicklung und Familie.
Biografie Rubilar wurde am 17. April 1977 in Santiago geboren. Sie studierte Medizin an der Universität Santiago de Chile (USACH), wo sie ihr Studium als Ärztin abschloss. Anschließend absolvierte sie einen Masterstudiengang in Public Health an der Universität von Chile und spezialisierte sich auf die medizinische Grundversorgung.
Ihre politische Tätigkeit begann Rubilar in der Jugendorganisation von Renovación Nacional (RN). Sie war außerdem Mitbegründerin des Movimiento de Estudiantes y Profesionales (MEP) und des Jugendkommandos zur Unterstützung von Sebastián Piñera.
Politische Laufbahn Bei der Parlamentswahl 2005 wurde Rubilar für Renovación Nacional im Wahlkreis 17, der die Gemeinden Conchalí, Huechuraba und Renca umfasste, in die Abgeordnetenkammer gewählt. Sie wurde 2009 und 2013 wiedergewählt und gehörte der Kammer damit während drei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden von 2006 bis 2018 an. Während ihrer parlamentarischen Laufbahn beschäftigte sie sich insbesondere mit Gesundheits-, Sozial- und Menschenrechtspolitik.
Im Januar 2014 trat Rubilar gemeinsam mit den Abgeordneten Pedro Browne und Joaquín Godoy aus Renovación Nacional aus und beteiligte sich an der Gründung der liberalen politischen Bewegung Amplitud. Im Mai 2015 verließ sie auch diese Gruppierung und setzte ihre politische Laufbahn als Unabhängige fort.
Nach dem erneuten Wahlsieg von Sebastián Piñera wurde Rubilar im Februar 2018 als künftige Intendantin der Región Metropolitana de Santiago vorgestellt. Sie trat das Amt am 11. März 2018 an und leitete die Regionalverwaltung der Hauptstadtregion bis Oktober 2019.
Während der sozialen Proteste von 2019 übernahm Rubilar als Intendantin eine zunehmend sichtbare Rolle als Sprecherin der Regierung. Im Rahmen der Kabinettsumbildung vom 28. Oktober 2019 ernannte Piñera sie zur Ministerin-Generalsekretärin der Regierung (Ministra Secretaria General de Gobierno) und damit zur Regierungssprecherin. Sie folgte Cecilia Pérez im Amt nach.
Als Regierungssprecherin gehörte Rubilar zu den zentralen öffentlichen Vertretern der Regierung während der politischen und sozialen Krise. Sie verteidigte dabei die Position der Regierung und äußerte sich zugleich zur Aufarbeitung möglicher Menschenrechtsverletzungen während der Proteste.
Am 28. Juli 2020 wechselte Rubilar im Zuge einer weiteren Kabinettsumbildung an die Spitze des Ministeriums für soziale Entwicklung und Familie. Sie folgte dort Cristián Monckeberg nach, während Jaime Bellolio ihre bisherige Funktion als Regierungssprecher übernahm.
Als Sozialministerin war Rubilar unter anderem an den sozialpolitischen Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der COVID-19-Pandemie in Chile beteiligt. Daneben vertrat sie die Regierung bei gesellschaftspolitischen Themen und unterstützte 2021 die parlamentarische Behandlung der gleichgeschlechtlichen Ehe.
Rubilar blieb bis zum Ende der zweiten Regierung Piñeras am 11. März 2022 Ministerin für soziale Entwicklung und Familie.
Bei den Vorwahlen von Chile Vamos im Juni 2024 gewann Rubilar die Nominierung für das Bürgermeisteramt von Puente Alto. Bei der Kommunalwahl im Oktober desselben Jahres wurde sie jedoch nicht zur Bürgermeisterin gewählt.
Einzelnachweise
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