thumb|Juan José Ossa (2021) Juan José Ossa Santa Cruz (* 12. September 1979 in Santiago) ist ein chilenischer Rechtsanwalt und Politiker der konservativen Partei Renovación Nacional (RN). Während der zweiten Regierung von Präsident Sebastián Piñera war er zunächst Unterstaatssekretär für Justiz, anschließend Unterstaatssekretär im Generalsekretariat der Präsidentschaft und von Januar 2021 bis März 2022 Minister-Generalsekretär der Präsidentschaft (Ministro Secretario General de la Presidencia).
Biografie Ossa wurde am 12. September 1979 in Santiago geboren. Er ist der Sohn des Rechtsanwalts und ehemaligen Abgeordneten Juan Luis Ossa Bulnes und der Historikerin Lucía Santa Cruz Sutil.
Er studierte Rechtswissenschaften an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile und erwarb anschließend einen Master of Laws (LL.M.) an der London School of Economics and Political Science.
Beruflich arbeitete Ossa unter anderem für die Kanzleien Carey y Cía. und Bulnes, Pellegrini & Urrutia. Später war er Partner der Kanzlei Eyzaguirre, Burlé, Montes y Ossa Abogados. Daneben lehrte er Zivilrecht an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile.
Politische Laufbahn Während der ersten Regierung von Sebastián Piñera war Ossa von 2012 bis 2014 Direktor des chilenischen Verbraucherschutzdienstes Servicio Nacional del Consumidor (Sernac). Zwischen 2014 und 2018 gehörte er zudem dem Disziplinargericht der Asociación Nacional de Fútbol Profesional (ANFP) an.
Nach dem erneuten Amtsantritt Piñeras wurde Ossa im März 2018 Unterstaatssekretär für Justiz (Subsecretario de Justicia) unter Justizminister Hernán Larraín. Zu den Themen seiner Amtszeit gehörten unter anderem Reformen des Strafvollzugs, der Jugendhilfe und des chilenischen Notariatswesens.
Im Dezember 2019 ernannte Piñera ihn zum Unterstaatssekretär im Generalsekretariat der Präsidentschaft (Subsecretario General de la Presidencia). Er wechselte damit vom Justizministerium in die für die Koordinierung der Gesetzgebungsagenda der Regierung zuständige Behörde.
Am 6. Januar 2021 ernannte Präsident Piñera Ossa zum Minister-Generalsekretär der Präsidentschaft als Nachfolger von Cristián Monckeberg. Als Minister war er insbesondere für die Beziehungen zwischen der Regierung und dem Nationalkongress von Chile sowie für die Koordinierung der Gesetzgebungsagenda der Exekutive verantwortlich.
Seine Amtszeit fiel in die letzte Phase der zweiten Regierung Piñeras und verlief parallel zum ersten chilenischen Verfassungsprozess. Ossa gehörte dabei zu den zentralen politischen Vertretern der Regierung gegenüber dem Kongress. Er blieb bis zum Ende der Regierung Piñera am 11. März 2022 im Amt.
Im Januar 2023 wurde Ossa auf Vorschlag von Renovación Nacional von der Abgeordnetenkammer von Chile als Mitglied der Expertenkommission (Comisión Experta) des chilenischen Verfassungsprozesses von 2023 bestimmt. Innerhalb der Kommission leitete er die Unterkommission für politisches System, Verfassungsreform und Staatsform.
Einzelnachweise
Kategorie:Minister (Chile) Kategorie:Mitglied der Renovación Nacional Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Rechtsanwalt (Chile) Kategorie:Hochschullehrer (Päpstliche Katholische Universität von Chile) Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile Kategorie:Absolvent der London School of Economics and Political Science Kategorie:Chilene Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Mann