August Enzmann (* 27. August 1882 in Wien; † 21. August 1960 ebenda) war ein österreichischer Offizier, zuletzt Generalintendant der Luftwaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Werdegang Enzmann war zunächst ab 1901 als Volksschullehrer in Wien tätig. 1902 trat er in die Gemeinsame Armee Österreich-Ungarns ein. Er diente bis 1904 im Infanterieregiment 99 in Wien und Brünn und verließ dieses als Leutnant der Reserve. Anschließend war er von 1904 bis 1905 erneut kurzzeitig Volksschullehrer in Wien. Von 1905 bis 1911 war er Truppenoffizier im Infanterieregiment 8 in Brünn und absolvierte dann bis 1913 den Intendanturkurs in Wien. Anschließend war er bis 1914 als Oberleutnant der Intendantur in Sarajewo und in Budapest zugeteilt. Während des Ersten Weltkriegs war er von 1914 bis 1918 Militärunterintendant beim IV. Korps und der 35. Infanterietruppendivision.
Während der Ersten Republik war Enzmann von 1918 bis 1936 Intendanturchef der 1. und 2. Brigade der 35. Infanterietruppendivision des Bundesheers. Er wurde während dieser Zeit mehrfach befördert, zuletzt 1936 zum Generalintendanten. Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er in die Wehrmacht übernommen und im August 1938 zum Luftwaffenkommando Ostmark bzw. zum Luftgaukommando XVII Wien kommandiert. Dort war er bis Januar 1939 tätig. Im Oktober 1938 wurde er zum Ministerialrat ernannt. Er war daraufhin von Januar bis April 1939 im Luftgaukommando VII München und von Mai bis August 1939 beim Luftflottenkommando 3 tätig.
Von September 1939 bis April 1940 war Enzmann Referent in der Amtsgruppe Verwaltung des Reichsluftfahrtministeriums. Anschließend war er von April bis August 1940 stellvertretender Luftgauintendant im Luftgaukommando VIII München, dann bis Oktober 1941 im Luftgaukommando IV Dresden. Anschließend war er bis Juni 1943 Luftgauintendant im Feldluftgaukommando Moskau. Bis August 1944 folgten Verwendungen als Luftgauintendant im Feldzeugkommando XXX, im Feldluftgaukommando XXVI und im Luftgaukommando VIII. Daraufhin war er von August 1944 bis Februar 1945 zur besonderen Verwendung beim Oberkommando der Luftwaffe. Zuletzt war er von Februar 1945 bis zum Kriegsende im Mai 1945 zum Luftgaukommando VIII abkommandiert.
Enzmann lebte bis zu seinem Tod im August 1960 in Wien, wo er auf dem Zentralfriedhof beigesetzt wurde.
Literatur Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945, Teil II, Band 1: Abernetty–v.Gyldenfeldt. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1701-1.
Weblinks August Enzmann auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien
Einzelnachweise
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