Mario Enke (* 19. Juli 1948 in Gera) ist ein deutscher Keramiker und Maler.
Leben und Werk Enke studierte von 1969 bis 1970 in Leipzig Theologie und wechselte dann nach Bürgel in eine Töpferausbildung, die er 1972 erfolgreich abschloss. Von 1972 bis 1975 arbeitete er in verschiedenen Keramik-Ateliers, und 1975 erwarb er in Bürgel den Meistertitel als Töpfer. Ab 1976 hatte er in Güterfelde und dann in Potsdam ein eigenes Keramik-Atelier. 1981 nahm er am 3. Internationalen Keramiksymposium Römhild und 1985 am Internationalen Keramiksymposium in Síklos teil.
Er wurde wegen seiner künstlerischen Leistungen auch ohne Hochschulabschluss 1982 in den Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen, dem er dann bis 1990 angehörte. 1984 hatte Enke zweimal ein Arbeitsstipendium des Internationalen Experimental-Keramik-Studios in Kecskemét.
Von 1977 bis 1988 war Enke Lehrbeauftragter in der Facharbeiter- und Meisterausbildung und 1991 Gastlehrer am Institut für Künstlerische Keramik in Höhr-Grenzhausen.
1993 verlegte er sein Atelier nach Boren-Lindaunis, wo er 1997 eine eigene Galerie eröffnete. Enke betätigt sich auch als Maler.
Enke hatte seit 1975 eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, in der Zeit der DDR u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden und an mehreren großen internationalen Ausstellungen und Ausstellungen der DDR im Ausland.
Nachdem er 1996 auf der Halbinsel Angeln Kornkreise gesehen hatte, befasste er sich mit diesem Phänomen und publizierte dazu als Book on Demand „Das Piktogramm – Dem Rätsel der Angelner Kornkreise auf der Spur“ ISBN 978-3-89811-939-9.
Keramiken Enkes befinden sich u. a im Kunstgewerbemuseum Dresden.
Weitere Mitgliedschaften
seit 1985: Academy Internationale de la Ceramic Genf seit 1991: Deutsche Keramikergruppe ’83 ab 1992: Brandenburgischer Verband Bildender Künstler (BBK)
Ehrungen
1994: Diplom der Taipei International Exhibition of Ceramics 2016: Menzione Speciale der Internationalen Biennale für zeitgenössische Keramik Faenza
Rezeption „Die Gefäße von Mario Enke zeichnen sich durch geringes Gewicht, Dünnwandigkeit und hervorragende Glasuren aus.“
Werkbeispiele
Kugelvase (1980; Kunstgewerbemuseum Dresden) Krug (1982; Ton, glasiert & geätzt; Kunstgewerbemuseum Dresden) Enghalskrug mit Schlangenhautglasur (1983; Steinzeug, glasiert; Kunstgewerbemuseum Dresden) Teller (1983; Ton, glasiert; Kunstgewerbemuseum Dresden) Bauchige Vase (Kunstgewerbemuseum Dresden)
Literatur
Weblinks
Offizielle Website
Einzelnachweise
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