Der Grenzübergang Rudosem–Xanthi ( / GKPP Rudosem–Xanthi bzw. lang Granitschen Kontrolno Propuskwatelen Punkt Rudosem–Xanthi) liegt zwischen Bulgarien und Griechenland. Er befindet sich auf dem Belomorskipass in der Oblast Smoljan und rund 5 Kilometer nördlich des griechischen Dorfes Dimari (Δημάρι) im Regionalbezirk Xanthi. Der Grenzübergang liegt an der von Norden von Smoljan kommenden Republikstraße II-86, die sich als Nationalstraße E.O. 55 südwärts fortsetzt. Er ist nicht für die Durchfahrt von Lastkraftwagen vorgesehen und dient hauptsächlich dem touristischen Verkehr mit Personenkraftwagen und Bussen.
Es handelt sich um den siebten Grenzübergang an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland.
Geschichte Der Erste Spatenstich für den Grenzübergang erfolgte im Januar 2020. Die Fertigstellung war für Ende desselben Jahres geplant, der Bau dauerte jedoch länger. Auf bulgarischer Seite wurde der Übergang 2021 fertiggestellt, auf Seiten Griechenlands kam es zu wiederholten Verzögerungen.
Im Dezember 2024 wurde schließlich bekannt gegeben, dass der Kontrollpunkt am 1. Januar 2025 eröffnet werden sollte, sobald der letzte unfertige Straßenabschnitt von Dimari bis zur Grenze fertiggestellt ist. Die Eröffnung wurde jedoch aus ungeklärten Gründen erneut auf unbestimmte Zeit verschoben. Am 23. März 2025 organisierte die bulgarische Seite einen Protest. Grund dafür war, dass die griechische Seite ohne Erklärung einen zusätzlichen Zaun am bereits fertiggestellten Kontrollpunkt errichtet hatte, der nicht nur die Durchfahrt für Autos, sondern sogar für Fuß- und Radverkehr versperrte. Daraufhin wurde bekannt, dass auf die neu gebaute 8 Kilometer lange Strecke von Dimari zur Grenze nach Neujahr ein etwa 150 Meter langer Erdrutsch abging, der die Straße verschüttete. Dies sei der Grund für die Verzögerung der Straßen- und Grenzübergangseröffnung, da zuerst die Schäden beseitigt werden müssten.
Ende April 2025 erklärte Ministerpräsident Scheljaskow überraschend, dass ein Straßenabschnitt auf griechischer Seite Gegenstand rechtlicher Streitigkeiten sei und dessen Fertigstellung viel Zeit in Anspruch nehmen werde. Laut Scheljaskow werde die bulgarische Seite auf der Öffnung des Grenzüberganges im Jahr 2026 bestehen. Verschiedene Kommentare deuteten darauf hin, dass der Grund für die Verzögerung seitens Griechenlands die Nichtverlängerung des 60-jährigen Abkommens zur gemeinsamen Nutzung des Wassers des Flusses Arda war, das 2024 auslief. Griechenland bestand darauf, dass beide Seiten bis Ende Mai 2025 ein langfristiges Abkommen zur Sicherstellung einer geregelten Wasserversorgung abschließen, was die bulgarische Seite jedoch ablehnte.
Letztlich wurde der Grenzübergang am 20. Januar 2026 geöffnet.
Einzelnachweise
Rudosem Kategorie:Straßenverkehr (Bulgarien) Kategorie:Verkehr (Oblast Smoljan) Kategorie:Straßenverkehr (Griechenland) Kategorie:Grenzübergang (Griechenland) Kategorie:Bulgarisch-griechische Beziehungen Kategorie:Verkehr (Ostmakedonien und Thrakien) Kategorie:Myki