Tăuții de Sus (veraltet Tăutișor; oder Giróttótfalu) ist ein Ort im Kreis Maramureș in Rumänien. Er gehört administrativ zur Stadt Baia Sprie.
Geographie Tăuții de Sus liegt an der Nationalstraße (drum național) DN18 etwa vier Kilometer westlich von Baia Sprie und rund zehn Kilometer östlich von Baia Mare. Der Ort liegt am Fluss Săsar und am südwestlichen Rand des Gutâi-Gebirges.
Geschichte Am 29. Mai 1329 übertrug der ungarische König Karl I. dem Grafen Conrad, dem Richter der Städte Baia Mare (Rivulus Dominarum) und Baia Sprie (Medius Mons) das Gebiet der heutigen Ortes.
Eine Siedlung bestand spätestens 1336. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich im Besitz der Familie Gerod. Der historische ungarische Ortsname Girodtótfalu beziehungsweise Giródtótfalu lässt sich auf diesen Familiennamen zurückführen.
Nachdem die Familie Gerod erloschen war, gelangte Tăuții de Sus in königlichen Besitz. 1391 wird der Ort zusammen mit Săsar als Pfandbesitz des königlichen Schatzmeister Georg Jakcs von Coseiu und dessen Verwandte vergeben.
Im 19. und 20. Jahrhundert wurde in Tăuții de Sus Bergbau betrieben.
Bevölkerung Bei der Volkszählung 2011 hatte Tăuții de Sus 3093 Einwohner. Bei der Volkszählung 2021 wurden 2590 Einwohner erfasst.
Die Bevölkerung des Ortes ist heute überwiegend rumänisch. Historisch bestand eine ethnisch und sprachlich vielfältige Bevölkerung, zu der neben Rumänen auch Ungarn und slawische Bevölkerungsgruppen gehörten.
Sakralbauten mini|Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus Die Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus () ist ein rumänisch-orthodoxes Kirchengebäude in Tăuții de Sus. Bis vor dem 17. Jahrhundert bestand an ihrer Stelle eine hölzerne Kirche. Der heutige Steinbau wurde 1779 erbaut. Sie war ursprünglich griechisch-katholisch und wurde nach ihrem Verbot 1948 von der rumänisch-orthodoxen Kirche übernommen.
Daneben befinden sich in dem Ort die römisch-katholische Kirche Tăierea Capului Sfântului Ioan Botezătorul (Enthauptung Johannes des Täufers) sowie die seit 2000 die orthodoxe Kirche Duminica Tuturor Sfinților (Allerheiligensonntag).
Wirtschaft Tăuții de Sus und die umliegende Region haben eine lange Bergbautradition, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Weblinks
Tăuții de Sus. O monografie (PDF; 20 MB) Tăuții de Sus beim Protopopiatul Ortodox Baia Mare
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Region Sathmar Kategorie:Ort im Kreis Maramureș Kategorie:Ersterwähnung 1329