Werner Hölbl (2. Mai 1941–2021) war ein österreichischer Fahrzeug- und Industriedesigner.

Leben

Als Sohn des Karosseriebauers Otto Hölbl machte er nach der Matura ein Praktikum bei Carrozzeria Monterosa in Turin. Anschließend absolvierte er eine Karosseriebau-Lehre und legte in Wien zunächst die Gesellen- und 1963 die Meisterprüfung ab.

Ab 1961 studierte Hölbl parallel Industrial Design an der Akademie für angewandte Kunst in Wien. Zunächst konzentrierte er sich auf das Fahrzeugdesign. Seine Abschlussarbeit war das Design des Puch Adria TS. Später entwarf er den Fiat 1500 Gamma, ein Konzeptfahrzeug auf Basis des Fiat 1500, und gestaltete maßgeblich den Opel GT. Für Officine Stampaggi Industriali (OSI) entwarf er den OSI-Ford 20 M TS.

Anschließend arbeitete Hölbl freiberuflich als Designer, u. a. für Pininfarina und BMW sowie mehrere Jahre für Audi. Eine Festanstellung bei VW lehnte er ab und verlegte sich ab 1971 auf das Industriedesign, u. a. für Swarovski und Leica. Die von ihm entworfenen Ferngläser gewannen mehrere Designpreise.

Erst ab 1980 arbeitete er im weiteren Sinne auch wieder für die Automobilindustrie. Er entwarf Kleinlaster und Traktoren für die Reformwerke Wels sowie Auto- und Fahrradreifen für Continental.

Auszeichnungen Staatspreis Design: 1979 für den Feldstecher „Habicht SL“ der Swarovski Optik 1992 für das Fernglas „Habicht SLC“ der Swarovski Optik

Einzelnachweise

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