Klaus Schulze (* um 1935; † nach 1990) war ein deutscher Kameramann und Dokumentarfilmregisseur.
Leben und Wirken Klaus Schulze war ab 1968 im DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme als Kameramann tätig, ab etwa 1970 vor allem in der Produktionsgruppe Camera DDR, die repräsentative Dokumentarfilme für Vorführungen im Ausland herstellte. Ab 1977 konnte er auch Regie in einigen Kurzfilmen führen, vor allem über regionale Besonderheiten, Kulturgeschichte und Volkskunst, darunter Thomas Müntzer (1988).Jordan, Schenk, 1996, S. 364, mit kurzen Angaben.
1987 erhielt er den Heinrich-Greif-Preis, die wichtigste DDR-Filmauszeichnung, für sein Schaffen. 1990 endeten seine filmischen Aktivitàten.
Filmografie Kamera Klaus Schulze führte die Kamera in etwa 70 Dokumentarkurzfilmen anderer Regisseure, außerdem in seinen eigenen Filmen. 1968 Fünf Kapitel über Werner Conrad, Bauer in der Kooperationsgemeinschaft Neuholland 1969 Zeit für die Freizeit 1969 Der Dresdner Kreuzchor in seiner Heimatstadt 1969 Immer lebe die Sonne 1970 Augenblicke für später. Erinnerungen von sowjetischen Frontkorrespondenten 1970 Geist von Potsdam 1971 Für Unabhängigkeit und Freiheit 1971 Von einer DJH zur anderen 1971 Abenteuer 1971 Klingender Sommer 1971 7000 zwischen März und Mai. Arbeiterklasse heute 1971 DDR-Magazin (30 Folgen) 1972 Gefährtinnen 1973 Wer die Erde liebt 1974 Venceremos 1974 Apartheit No 1974 112 Feuerwehr 1975 Sport Report 1975 Bei Freunden in der DDR 1975 Unser Besuch in der DDR 1975 Für das Glück der Frauen und der Familie 1976 Vier Kapitel DDR 1976 Landwirtschaft in der DDR 1977 Heimweh nach Rügen oder Gestern noch war ich Köchin 1978 Willkommen in Rostock (unveröffentlicht) 1979 Kirche in der DDR 1979 Begegnungen mit der DDR 1979 Im Namen des Lebens 1980 Zum Beispiel Frankfurt/Oder 1981 Arbeit und Gesundheit 1981 Goethe heute 1981 Martin Luther 1982 Museumsinsel 1984 Gemeinsam für Freundschaft, Zusammenarbeit und Sicherung des Friedens 1984 Für gedeihliche Zusammenarbeit zwischen der DDR und Italien 1988 Die X. (über X. Kunstausstellung der DDR) 1989 Torgau Hoffnung 1989 Rügen 1989 Ribnitz-Damgarten 1989 Die Nacht als die Synagogen brannten 1989 Herr Schmidt von der Gestapo. Filmische Dokumentation einer Beamtenkarriere
Regie Klaus Schulze hatte die Regie in zehn Dokumentarkurzfilmen, für die er meist auch das Drehbuch schrieb und die Kamera führte.
1977–1979 DDR-Magazin (3 Folgen) 1982 Technische Denkmale 1982 Meißen heuteMeißen heute DEFA-Stiftung 1985 Klingendes Vogtland 1987 Das Eichsfeld 1987 Unterwegs im Bezirk Schwerin 1987 Ernst Barlach in Güstrow 1988 Thomas Müntzer 1990 Weihnachtszeit im Erzgebirge
Literatur Günter Jordan, Ralf Schenk: Schwarzweiß und Farbe. DEFA-Dokumentarfilme 1946–92. Berlin 1996. S. 364, mit kurzen filmografischen Angaben. Weblinks
Klaus Schulze Filmportal
Klaus Schulze Dokumentarfilmgeschichte
Einzelnachweise
Kategorie:Kameramann Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann