thumb|Sebastián Vergara Tapia Sebastián Vergara Tapia (* 1. März 1983 in La Florida) ist ein chilenischer Geograph und Politiker der Partido por la Democracia (PPD). Von März 2023 bis März 2026 war er Unterstaatssekretär für Staatsvermögen in der Regierung von Gabriel Boric. Vom 6. bis zum 9. Januar 2025 leitete er nach dem Ausscheiden von Marcela Sandoval geschäftsführend das Ministerium für Staatsvermögen.

Leben

Ausbildung Vergara wurde am 1. März 1983 in der Gemeinde La Florida in Santiago de Chile geboren. Seine Grundschulausbildung absolvierte er am London College. Anschließend besuchte er das Liceo Manuel Barros Borgoño.

Ab 2000 studierte Vergara Geographie an der Universität von Chile. Das Studium schloss er 2005 ab. 2010 erwarb er an der Universität Jaume I in Spanien einen Masterabschluss in Management der lokalen Entwicklung und natürlicher Ressourcen.

Berufliche und politische Laufbahn Vergara trat 2000 der Partido por la Democracia (PPD) bei. Von 2011 bis 2012 war er Vorsitzender der Jugendorganisation der Partei.

Seine berufliche Laufbahn im öffentlichen Dienst umfasste Tätigkeiten in verschiedenen Ministerien sowie in der Regional- und Kommunalverwaltung. Von April 2007 bis September 2008 arbeitete er im Planungsbereich der chilenischen Unterstaatssekretariats für Telekommunikation.

Anschließend war Vergara in der Verwaltung der Región Metropolitana de Santiago im Bereich der regionalen Umweltentwicklung tätig. Von 2012 bis 2014 arbeitete er als Direktor für Gemeindeentwicklung (Director de Desarrollo Comunitario, Dideco) der Gemeinde Conchalí. Danach war er von 2014 bis 2015 Regionaldirektor des Instituto Nacional de Deportes in der Región Metropolitana.

2015 wurde Vergara Kabinettschef des Intendanten der Región Metropolitana, Claudio Orrego. Während der zweiten Regierung von Michelle Bachelet arbeitete er anschließend im Ministerium für Verkehr und Telekommunikation, wo er als Kabinettschef von Minister Andrés Gómez-Lobo tätig war.

2018 wurde Vergara zum Generalsekretär der PPD gewählt. Während seiner Amtszeit gehörte er zu den Vertretern seiner Partei im Zusammenhang mit dem im November 2019 geschlossenen Acuerdo por la Paz Social y la Nueva Constitución, das den politischen Prozess zum Plebiszit in Chile 2020 einleitete.

2021 war Vergara Kabinettschef der Bürgermeisterin von La Pintana, Claudia Pizarro. Nach dem Regierungswechsel 2022 arbeitete er zunächst als Kabinettschef in der Unterstaatssekretariats für Verteidigung. Später wechselte er als Kabinettschef in das Ministerium für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation.

Regierung Boric Im Rahmen der Kabinettsumbildung vom 10. März 2023 ernannte Präsident Gabriel Boric Vergara zum Unterstaatssekretär für Staatsvermögen (Subsecretario de Bienes Nacionales). Er folgte Marilén Cabrera im Amt nach.

Als Unterstaatssekretär war Vergara unter den Ministerinnen Javiera Toro und Marcela Sandoval tätig.

Am 6. Januar 2025 schied Sandoval aus dem Amt der Ministerin für Staatsvermögen aus. In seiner Funktion als Unterstaatssekretär übernahm Vergara daraufhin die geschäftsführende Leitung des Ministeriums.

Vergara führte das Ministerium bis zum 9. Januar 2025 geschäftsführend. Anschließend übernahm Francisco Figueroa Cerda das Amt des Ministers für Staatsvermögen.

Vergara blieb danach Unterstaatssekretär für Staatsvermögen und übte dieses Amt bis zum Ende der Regierung Boric am 11. März 2026 aus.

Einzelnachweise

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