mini|María Ignacia Fernández (2025) María Ignacia Fernández Gatica (* 1973 in Santiago de Chile) ist eine chilenische Soziologin, Politikwissenschaftlerin und Politikerin. Von März 2023 bis Mai 2025 war sie Unterstaatssekretärin für Landwirtschaft und von August 2025 bis März 2026 Landwirtschaftsministerin in der Regierung von Gabriel Boric.

Leben

Ausbildung Fernández studierte Soziologie an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile. Anschließend absolvierte sie ein Masterstudium in Politikwissenschaft an der Universität von Chile und wurde an der Universität Barcelona in Soziologie promoviert.

Berufliche und akademische Laufbahn Fernández begann ihre berufliche Laufbahn als Forschungsassistentin bei der Corporación de Estudios para Latinoamérica (CIEPLAN) und dem Beratungsunternehmen Asesorías para el Desarrollo.

Während der ersten Regierung von Michelle Bachelet leitete sie die Abteilung für Politik und Studien der Unterstaatssekretariats für regionale und administrative Entwicklung (Subsecretaría de Desarrollo Regional y Administrativo, Subdere). In dieser Funktion war sie unter anderem am Aufbau der 2007 geschaffenen Regionen Los Ríos und Arica y Parinacota sowie an der Erarbeitung ihrer ersten regionalen Entwicklungsstrategien beteiligt.

Von 2010 bis 2023 war Fernández für das Centro Latinoamericano para el Desarrollo Rural (Rimisp) tätig, zunächst als leitende Forscherin. Im August 2015 übernahm sie die Geschäftsführung der Organisation und übte diese Funktion bis März 2021 aus.

Während der zweiten Regierung Bachelets gehörte Fernández der Präsidialen Beratungskommission für Dezentralisierung und regionale Entwicklung an. Zudem war sie als Beraterin der Haushaltsdirektion (Dirección de Presupuestos, Dipres) des chilenischen Finanzministeriums tätig.

Parallel dazu war Fernández in der Hochschullehre tätig. Sie lehrte unter anderem an der Universidad de Los Lagos und der Universidad Diego Portales sowie im Masterstudiengang für Management und öffentliche Politik der Universität von Chile. Ihre wissenschaftliche Arbeit befasste sich insbesondere mit ländlicher und territorialer Entwicklung, lokaler Verwaltung und Sozialpolitik.

Regierung Boric Im März 2023 wurde Fernández in der Regierung von Präsident Gabriel Boric Unterstaatssekretärin für Landwirtschaft (Subsecretaria de Agricultura). In dieser Funktion arbeitete sie unter Landwirtschaftsminister Esteban Valenzuela.

Ende Mai 2025 schied Fernández aus dem Amt aus. Ihr Nachfolger als Unterstaatssekretär wurde Alan Espinoza Ortiz.

Am 21. August 2025 kehrte Fernández in das Landwirtschaftsministerium zurück, nachdem Boric sie zur Landwirtschaftsministerin ernannt hatte. Sie folgte auf Esteban Valenzuela, nach dessen Ausscheiden Unterstaatssekretär Alan Espinoza Ortiz das Ministerium für einen Tag geschäftsführend geleitet hatte.

Fernández war die dritte Frau, die das chilenische Landwirtschaftsministerium leitete.

Während ihrer Amtszeit wurden unter anderem Gesetzesvorhaben zum Bodenschutz, zur Prävention von Waldbränden und zur nachhaltigen Forstwirtschaft weiterbehandelt. Zu den Aufgaben des Ministeriums gehörten außerdem die Umsetzung des neuen Nationalen Forstdienstes (Servicio Nacional Forestal, Sernafor) und Maßnahmen zur Vorbereitung auf Waldbrandsaisons.

Fernández blieb bis zum Ende der Amtszeit Borics am 11. März 2026 Landwirtschaftsministerin. Im Februar 2026 leitete sie für das Ministerium die Übergabe an das Team ihres designierten Nachfolgers Jaime Campos.

Einzelnachweise

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