mini|María Begoña Yarza (2022) María Begoña Yarza Sáez (* 20. Februar 1964 in Rengo) ist eine chilenische Ärztin, Hochschullehrerin und Politikerin. Von März bis September 2022 war sie Gesundheitsministerin in der Regierung von Gabriel Boric.

Leben

Ausbildung Yarza wurde am 20. Februar 1964 in Rengo geboren. Sie verbrachte einen Teil ihrer Kindheit und Jugend in Kuba, wohin ihre Familie während der Militärregime in Chile ins Exil gegangen war. Dort studierte sie Medizin an der Universität von Havanna. Nach ihrer Rückkehr nach Chile wurde ihr Abschluss 1990 von der Universität von Chile anerkannt.

Yarza spezialisierte sich auf Pädiatrie. Sie absolvierte außerdem ein Diplomstudium in öffentlichem Management an der Universidad Adolfo Ibáñez und ein Masterstudium in Public Health an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona. An derselben Universität absolvierte sie anschließend ein Promotionsstudium im Gesundheitsbereich.

Berufliche Laufbahn Yarza war im chilenischen Gesundheitswesen sowie in Forschung und Lehre tätig. Von 1996 bis 2009 lehrte sie an der medizinischen Fakultät der Universität von Chile. Anschließend war sie als Hochschullehrerin an der Universidad Diego Portales tätig.

Von 2004 bis 2008 war sie stellvertretende medizinische Direktorin des Hospital Clínico San Borja Arriarán. Anschließend arbeitete sie bis 2009 in der Abteilung für Krankenhäuser des chilenischen Gesundheitsministeriums.

Von 2009 bis 2018 leitete Yarza das Kinderkrankenhaus Hospital Dr. Exequiel González Cortés in Santiago de Chile. Zwischen 2010 und 2011 war sie daneben Direktorin des Servicio de Salud Metropolitano Sur.

Nach ihrer Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitswesen arbeitete Yarza unter anderem im Bereich Qualitäts- und klinisches Management. Zudem war sie in Fachorganisationen und als Beraterin zu Fragen der Gesundheitsversorgung tätig.

Regierung Boric Nach dem Wahlsieg von Gabriel Boric wurde Yarza am 21. Januar 2022 als künftige Gesundheitsministerin vorgestellt. Mit dem Amtsantritt Borics am 11. März 2022 übernahm sie das Gesundheitsministerium und folgte Enrique Paris nach.

Zu Beginn ihrer Amtszeit wurde die staatliche Organisation der Maßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie in Chile neu strukturiert. Das Ministerium richtete eine nationale Kommission zur Pandemiebekämpfung ein, deren Vorsitz die Epidemiologin Ximena Aguilera übernahm. Zugleich wurde der bestehende Gesundheitsnotstand verlängert.

Während ihrer Amtszeit führte die Regierung außerdem die vollständige Kostenbefreiung für Versicherte des staatlichen Gesundheitsfonds Fonasa im öffentlichen Gesundheitssystem ein. Daneben begann das Gesundheitsministerium mit der Vorbereitung einer Ausweitung der primären Gesundheitsversorgung.

Bei der ersten Kabinettsumbildung Borics am 6. September 2022 schied Yarza aus dem Amt. Ihre Nachfolgerin wurde Ximena Aguilera.

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Einzelnachweise

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