mini|Louise Meijerfeldt, Portraitbild von Niclas Lafrensen dem Jüngeren. Lovisa Augusta „Louise“ Meijerfeldt (geborene Sparre af Sundby; auch Meyerfelt; * 12. September 1745; † 16. September 1817 in Stockholm, Schweden) war eine schwedische Adlige und Hofdame (Statsfru). Sie war eine Persönlichkeit in der Zeit von Gustav III. Zusammen mit den Schwestern Ulla von Höpken und Augusta Löwenhielm war sie als eine der „drei Grazien“ bekannt, die durch Johan Henrik Kellgrens Gedicht Gracernas döpelse (: Die Taufe der Grazien) verewigt wurden. Sie war zu ihrer Zeit auch für ihr Liebesleben berüchtigt, wird in zeitgenössischen Memoiren und Tagebüchern erwähnt und ist auch in der Kunst dargestellt worden.
Biographie Louise Meijerfeldt war die Tochter des Generalgouverneurs und Generalmajors Graf Axel Wrede-Sparre (1708–1772) und der Augusta Törnflycht (1714–1780). Im Jahr 1763 heiratete sie im Beisein von König Adolf Friedrich von Schweden und Königin Luise Ulrike den Feldmarschall Graf Johan August Meijerfeldt den Jüngeren (1725–1800). Das Paar hatte zwei Söhne.
Das Ehepaar genoss am königlichen Hof hohes Ansehen – ihr Ehemann hatte das Vertrauen der Königin beim Staatsstreich von 1756 erworben – und nahm eine prominente Stellung am Hof ein. Von 1776 bis 1795 diente sie als Statsfru (Staatsdame / Hofdame) bei Königin Sophia Magdalena, der Frau von Gustav III.
Louise Meijerfeldt wurde wegen ihrer Schönheit und ihres Charmes bewundert und in den Tagebüchern, Briefen und Memoiren jener Epoche häufig erwähnt. Neben Augusta von Fersen und Ulla von Höpken wurde sie als eine der „drei Grazien“ in Johan Henric Kellgrens Gedicht Gracernas döpelse bekannt, das um 1779 verfasst und 1781 veröffentlicht wurde. Kellgren war von 1777 bis 1780 als Hauslehrer ihrer Söhne angestellt gewesen. Der Dichter Johan Gabriel Oxenstierna, der einst ebenfalls als Erzieher ihrer beiden Söhne tätig war, bezeichnete sie als „eine Schönheit, die die alte Welt auf Knien als Diana und Venus angebetet hätte“.F. U. Wrangel: Personhistorisk tidsskrift. Första årgången. 1898–1899. Svenska Autografsällskapet (Hrsg.). Kungl. Boktryckeriet. P. A. Norstedt & söner. Stockholm. 1900.
Hedwig von Schleswig-Holstein-Gottorf (genannt Herzogin Charlotte) gab in ihrem bekannten Tagebuch folgende Charakterisierung ab:
Louise Meijerfeldt war für ihr Liebesleben bekannt; zu ihren Liebhabern gehörten der spanische Gesandte Francis Anthony de Lacy, der französische Gesandte Pierre Chrysostème d’Usson de Bonnac (1774), Feldmarschall Friedrich Wilhelm von Hessenstein (1774) und Gouverneur Baron Carl Sparre (1777).Nils Erdmann: Vid hovet och på adelsgodsen i 1700-talets Sverige: en tidskrönika. Wahlströms. Stockholm. 1926. Ihr Ehemann wurde zwar als hässlich und langweilig beschrieben, jedoch lebten die beiden Berichten zufolge harmonisch zusammen, und es hieß, sie habe ihn gewohnheitsmäßig über die Komplimente informiert, die ihre Liebhaber ihr machten.
Louise Meijerfeldt starb 1817 im Alter von 72 Jahren in Stockholm.
Literatur Ingvar Andersson (Hrsg.): Gustavianskt: 1771–1810. Neue Ausgabe. Wahlström & Widstrand. Stockholm. 1979. Gustaf Elgenstierna: Den introducerade svenska adelns ättartavlor. Band 7. Stockholm. 1932. Carl Gustaf Grimberg: Svenska Folkets underbara öden. Gustav III:s och Gustav IV Adolfs tid. P.A. Norstedt & Söners förlag. Stockholm (Erstveröffentlichung in Teilen bzw. als Band VII in den 1910er- bis 1920er-Jahren). Carl Forsstrand: De tre gracerna, minnen och anteckningar från Gustaf III's. Stockholm. Hugo Gebers förlag. 1912.
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