Geheimagent Barrett greift ein () in ein amerikanischer Thriller mit Science-Fiction-Elementen von 1965. Das Drehbuch basiert lose auf dem Buch „Der Satanskäfer“ von Alistair MacLean, welches er unter dem Pseudonym Ian Stuart veröffentlichte. Er handelt vom Diebstahl biologischer Kampfstoffe aus einer geheimen amerikanischen Forschungseinrichtung und ihrer Wiederbeschaffung.

Inhalt In der Forschungseinrichtung Station 3 wird an biologischen Kampfstoffen geforscht. Zwei Männer lassen sich in Holzkisten, getarnt als Lieferung, am Abend in das Labor E einschleusen. Nachdem die Techniker und der Wissenschaftler Dr. Hoffman das Labor verlassen haben, bleibt nur der leitende Forscher Dr. Baxter im Labor zurück. Er wird von den beiden Männern ermordet. Einer der beiden Männer gibt sich am Tor als Baxter aus, während der andere im Labor zunächst zurückbleibt. Er ermordet den Sicherheitschef der Einrichtung, Agent Reagan, der nochmals das Labor kontrolliert und verschwindet dann durch ein Loch im Zaun.

Am Abend wird der frühere Geheimdienstagent Lee Barrett auf seinem Hausboot von einem Mann aufgesucht, der sich als Generalsekretär der Liga für den Weltfrieden vorstellt. Er bittet Barrett einen von Station 3 gestohlenen Impfstoff gegen das Botulinustoxin (Botulinus) nach Europa zu bringen. Die Liga möchte auf diese Weise die Gefahr des Einsatzes von Botulinus zu verringern, da dann West und Ost einen Impfstoff besitzen. Barrett fordert von ihm zum Schein 20.000 Dollar, überwältigt den Mann dann aber, da er weiß, dass auf Station 3 keine Impfstoffe hergestellt werden und er den Generalsekretär der Liga überdies persönlich kennt. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen Loyalitätstest seines früheren Vorgesetzten Eric Cavanaugh handelt. Dieser bittet Barrett, den Vorfall auf Station 3 zu untersuchen.

Barrett und Cavanaugh begeben sich zum Labor und treffen dort auf Dr. Hoffman. Dieser erklärt ihnen, dass es im E-Labor zwei tödliche Biowaffen gibt, deren Gefäße möglicherweise zerbrochen sind: Botulinus, das aber nach acht Stunden oxidiert und daher inzwischen ungefährlich sei, und ein neu entwickelter Virus, der Zellenpest (im Original Satan Bug) genannt werde. Letzterer ist in der Lage innerhalb von zwei Monaten alles Leben auf der Erde zu vernichten. Dr. Hoffman empfiehlt daher, das Labor mit Beton zu verschließen. Barrett entscheidet sich dennoch, das Labor mit einen Hamster als Anzeiger für eine Verseuchung zu betreten. Dort findet er den mit Botulinus ermordeten Dr. Baxter. Ansonsten besteht aber keine Gefahr. Bei den weiteren Untersuchungen im Labor stellt sich heraus, dass alle Vorräte an Botulinus und Zellenpest gestohlen wurden.

Barrett erhält ein Telegramm, in dem er in Hotel bestellt wird. Dort trifft er auf seine frühere Freundin Ann Williams. Anns Vater, General Williams, informiert Barrett über die Nachricht eines Erpressers. Dieser droht damit, die Zellenpest freizusetzen, wenn Station 3 nicht geschlossen wird. Um die Ernsthaftigkeit seiner Forderung zu unterstreichen, kündigt er einen Anschlag an. In Station 3 deuten alle Spuren auf einen Insider hin, da beispielsweise die Kisten der beiden Männer korrekt beschriftet waren. Sie finden die Leiche von Ostrer, eines weiteren Wissenschaftlers von Station 3. Bei Ostrer geht ein Anruf ein, in dem er gebeten wird, den Millionär und Pharmaproduzenten Charles Reynolds Ainsley anzurufen. Der Erpresser machte inzwischen seine Drohung war und ließ in Key West in Florida Botulinus freisetzen, wobei es eine Vielzahl von Toten gab. Ainsley ist spurlos verschwunden und angeblich auf Weltreise. Die Behörden haben nur eine vage Beschreibung von ihm. Der Erpresser droht nun gegenüber General Williams telefonisch mit einem Anschlag auf Los Angeles am nächsten Tag und gibt sich als Ainsley zu erkennen.

Barrett und Ann ermitteln gemeinsam weiter. Sie verfolgen eine Spur zu einem verlassenen Auto und finden in der Nähe in einem Bach einen Behälter mit den gestohlenen Kulturen. Dabei werden sie von Veretti und Donald überwältigt, die zuvor schon auf Station 3 und in Florida tätig waren. Barrett und Ann werden von ihnen zum Haus von Hoffman gebracht. Auf Station 3 stellt sich inzwischen heraus, dass der verlassene Wagen Hoffman gehört. Hoffman wird von seinen Komplizen während eines Vehörs angerufen und gebeten, nach einem guten Fang vorbeizukommen. Ann und Barrett treffen erstmals auf Hoffman als Komplize von Veretti und Donald. Hoffmanns Unterkunft steht aber bereits unter Beobachtung. Auf dem Weg zu einem weiteren Unterschlupf werden die fünf von einem Hubschrauber und mehreren Agenten in Autos beschattet. An einer Stelle, die vom Hubschrauber nicht eingesehen werden kann, wechselt Hoffman in einen anderen Wagen und nimmt den Erlenmeyerkolben mit der Zellenpest mit. Als Veretti im Gespräch mit Hoffman ist, versuchen Barrett und Ann die drei Gangster zu überwältigen. Diese behalten aber die Oberhand. Hoffman fährt mit seinem Wagen weg und die Veretti und Donald fahren mit Barrett und Ann weiter. Ihr Wagen wird aber von zwei Agenten verfolgt.

An einer verlassenen Tankstelle kommt es zu einem Kampf zwischen den Gangstern und den Agenten. Veretti und Donald drohen den Agenten mit dem Einsatz von Botulinus und entwaffnen sie. Berrett und die Agenten werden eingesperrt. Ann wird von den Gangstern auf Bitten Barretts mitgenommen. Die Gangster werfen eine Flasche mit Botulinus in den Raum. Die Flasche zerbricht und Barrett und die Agenten überschütten den Inhalt mit Benzin und Sand. Barrett setzt die Tankstelle in Brand. Dennoch sterben die beiden Agenten kurze Zeit später.

Barrett hält einen vorbeifahrenden Wagen an, nachdem er erkennt, dass der von Hoffman gefahren wird. Es stellt sich heraus, dass Hoffman Ainsley ist. Der echte Dr. Hoffman wurde in Wien ermordet. Da Ainsley auch Biochemiker ist, konnte er seinen Platz einnehmen. An einer Tankstelle in der Nähe von Palmdale wird Dr. Hoffman von zwei Agenten verhaftet. Barrett erkennt jedoch, dass es sich bei den „Agenten“ um Ainsleys Gehilfen handelt, sabotiert ihren Wagen und überwältigt zunächst Ainsleys Komplizen. es stellt sich heraus, dass die Zellenpest möglicherweise nicht so tödlich ist, wie von ainsley auf Station 3 behauptet. Außerdem hat Baxter einen Impfstoff entwickelt. Da Ostrer davon wusste, mussten sowohl Baxter als auch er sterben. Ainsley selbst ist geimpft. Er zwingt daher Barrett, mit ihm in seinem Hubschrauber Richtung Los Angeles zu fliegen. In der Zwischenzeit wird Los Angeles evakuiert und durchsucht.

Unterdessen konnten Veretti und Donald an einer fingierten Unfallstelle überwältigt und Ann befreit werden. Bei Veretti wurde ein Zettel mit einer Skizze gefunden, die einem Baseballstadion ähnelt. Daher wird das Dodger Stadium durchgesucht. In einem Imbissstand wird eine Flasche mit Kampfstoff gefunden eine daran angebrachte Sprengladung entschärft.

Ainsleyy will auf seine Yacht entkommen, um von dort die Regierung weiter zu erpressen. Es kommt im Hubschrauber zu einem Handgemenge, bei dem Barrett den Piloten aus dem Hubschrauber stößt. Ainsley verliert den Kolben und Barrett kann ihn an sich nehmen. Er droht Ainsley, um ihn zur Preisgabe des Anschlagsortes in Los Angeles zu zwingen. Daraufhin springt Ainsley springt aus dem Hubschrauber, da er nicht nachgeben will. Barrett übernimmt die Kontrolle über den Hubschrauber, benachrichtigt General Williams und fliegt zum Los Angeles International Airport.

Synchronisation Darsteller Rolle Synchronsprecher George Maharis Lee Barrett Gert Günther Hoffmann Richard Basehart Charles Reynolds Ainsley/Dr. Gregor Hoffman Arnold Marquis Anne Francis Ann Williams Ingeborg Wellmann Dana Andrews General Williams Siegfried Schürenberg John Larkin Leonard Michaelson Wolfgang Lukschy Richard Bull Eric Cavanaugh Paul Edwin Roth Frank Sutton Donald Horst Niendorf Ed Asner Veretti Martin Hirthe Simon Oakland Tasserly Alexander Welbat John Clarke Raskin Michael Chevalier Hari Rhodes Johnson Gerd Duwner Martin Blaine Martin Eric Vaessen Henry Beckman Dr. Baxter Konrad Wagner Harry Lauter falscher Agent Curt Ackermann James Hong Dr. Yang Horst Gentzen Harold Gould Dr. Ostrer Georg Thomalla Michael Barrier Hubschrauberpilot Edgar Ott

Produktion Für die Produktion stand ein Budget von weniger als zwei Millionen Dollar (: ca. Dollar) zur Verfügung. Die Labore von Station 3 wurden daher unterirdisch angelegt, damit die Szenen kostengünstiger im Studio gedreht werden konnten. Die oberirdischen Teile waren einfach gehalten. Trotzdem fehlte das Geld für ein spektakuläres Finale. Außer in Los Angeles entstanden die Außenaufnahmen in der Gegend von Palm Springs. Als Schauspieler wurden wegen des knappen Budgets vor allem bekannte Seriendarsteller engagiert. Barretts Darsteller Maharis wurde beispielsweise durch die Fernfahrerserie Route 66 bekannt.

Sturges plante, die Evakuierung von Los Angeles zu inszenieren und kündigte dies als spektakuläres Finale des Films bereits im Vorfeld an. Die Stadtverwaltung weigerte sich jedoch, die vielen Straßen zu sperren, die für die Aufnahmen notwendig gewesen wären. Daher wurde mit einer einzigen statischen Trickaufnahme des Verkehrs, einem Glass Shot, gearbeitet und die Szene mit Hupgeräuschen unterlegt.

Für Unstimmigkeiten sorgte, dass der Regisseur John Sturges sich bereits während der Dreharbeiten mit seinem nächsten Film Vierzig Wagen westwärts beschäftigte. Dies ging soweit, dass er sich mit dem Drehbuchautor des Westerns, John Gay, am Set traf und sie gemeinsam während der Außenaufnahmen am Drehbuch arbeiteten.

Der Film wurde durch United Artists verliehen und hatte seine Premiere in New York am 19. April 1965. Die Deutschlandpremiere war bereits am 26. März 1965. Auch in anderen europäischen Ländern erfolgte die Premiere vor der in den Vereinigten Staaten. Dies hatte seinen Grund darin, United Artist davon ausging, dass der Film sich nur als B-Film eignet und es im europäischen Markt den Höhepunkt einer Agentenfilmwelle gab. Daher rechnete man mit höheren Besucherzahlen. Außerdem ging man davon aus, dass sich das Bedrohungsszenarium in Europa wegen der Nähe zum Eisernen Vorhang besser vermarkten lies.

Kritik Der Filmdienst vergab die Bewertung „diskussionswert“, empfahl den Film ab 16 und schrieb unter anderem:

Bei der zeitgenössischen amerikanischen Kritik kam der Film nicht immer gut an. Sturges rechtfertigte sich mit dem geringen Budget und dem daher fehlenden Höhepunkt, der Evakuierung von Los Angeles.

Die Variety bezeichnet den Film als hervorragend und spannend, sieht aber Lücken in der Erzählweise. Der Hauptdarsteller wird gelobt, auch wenn seine Figur nicht ausreichend ausgearbeitet ist:

Die New York Times lobt die Darsteller und ihre Kunst sowie die Kameraarbeit. Kritisiert wird die sehr dialoglastige Inszenierung:

Der amerikanische Aggregator Rotten Tomatoes erfasste wohlwollende Kritik.

Unterschiede zur Romanvorlage Der Roman spielt in Großbritannien im fiktiven Mordon Microbiological Research Establishment; einer Anlage ähnlich Porton Down. Bei der Zellenpest im Buch handelt es sich um eine Variante des Poliovirus‘. Der Sicherheitschef der Anlage wird von einem Verräter mit einem vergifteten Bonbon ermordet. Im Buch gibt es ebenfalls einen Anschlag mit dem Botulinustoxin, der in East Anglia stattfindet. Die Gegend wurde jedoch rechtzeitig evakuiert, so dass keine Menschen wohl aber hunderte Stück Vieh sterben. Auch ein Anschlag auf eine Großstadt, London, wird angedroht. Der tatsächliche Plan dahinter ist, in der evakuierten Stadt Bankeinbrüche zu begehen.

Veröffentlichung Der Film erschien im August 2018 auf BluRay und DVD.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1965 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Agentenfilm Kategorie:Thriller Kategorie:Science-Fiction-Film Kategorie:Alistair-MacLean-Verfilmung