mini|Frontansicht eines Gewehrschartenverschluss 48P8 Der Gewehrschartenverschluss 48P8 ist eine standardisierte Abdeckung für Schießscharte in Bunkern innerhalb des Regelbau-Programms, beziehungsweise des Pionierprogramm, der Wehrmacht und wurde ab 1935 hergestellt.

Aufbau mini|Sehr gut erhaltener Gewehrschartenverschluss 48P8 im Beckingen Bunker Am Pfaffenkopf Der Gewehrschartenverschluss 48P8 ist 40 mm dick, 82 cm hoch und 75 cm breit und wurde größtenteils im Beton des Bunkers verbaut. Mit diesem Panzerungswerten gehört die Platte zur ballistischen Widerstandsklasse D. Die Platte hat ein Gesamtgewicht von 250 kg, verfügt über eine kleine Öffnung und besteht aus unlegiertem Stahl. Diese konnte mithilfe eines Schiebers verschlossen werden, welche ebenfalls eine Stärke von 40 mm hatte. Der Schieber wird mit einem Griff per Hand durch zwei Führungsschienen verschoben, welche mit Kugellagern ausgestattet ist. Dabei ist die obere Platte mit drei Schrauben an der Platte befestigt, während die untere mit dieser verschweißt ist.

Aufgabe Sinn und Zweck dieses Verschlusses für eine Schießscharte, war die Sicherung und der Schutz des Soldaten dahinter. Zudem war es durch die Öffnung möglich, mit der Pistole, dem Gewehr oder der Maschinenpistole hindurch nach außen zu wirken.

Einsatz Der Gewehrschartenverschluss 48P8 wurde nahezu in allen Regelbauten des Pionierprogramms zwischen den Jahren 1936 und 1938 verbaut, in welchen der Eingangsbereich aufgrund von Platzmangel nicht durch ein Maschinengewehr erfolgen konnte. Auch in vielen späteren Regelbauten und Behelfsbunkern wurde diese Schutzplatte verbaut.

Verbleib In vielen Bunkern kann heute noch die gut verbaute Gewehrschartenverschluss 48P8 gefunden werden, oftmals trotz starkem Rost gut erhalten.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Bunker im Nationalsozialismus Kategorie:Typenbau