mini|Blick vom Winterstaudenkamm mini|Hauptgebiet des Stonger Mooses mini|Blick zur Alpe Scheibere, First, im Tal das Stoanglermoos mini|Alpe Stongen Das Stonger Moos ist ein Moorgebiet im österreichischen Bundesland Vorarlberg.
Lage
Politische Lage Politisch liegt das Moor im Gemeindegebiet von Bezau, die Berghänge im Nordwesten gehören zu Andelsbuch, im Nordosten zu Egg und im Süden zu Bizau. Die Ursache für die teils seltsamen Gemeindegrenzen ist historisch bedingt. Die Almgebiete wurden von verschiedenen Dörfern erschlossen und bewirtschaftet. Alle genannten Gemeinden gehören zum Bezirk Bregenz.
Lage bezüglich Region, Tälern und Gewässer Das Stonger Moos liegt im Grebentobel, einem kleinen unbewohnten Seitental im Bregenzerwald. Es ist das Quellgebiet des Grebenbachs, der bei Bezau in die Bregenzer Ach mündet.
Gebirgsgeographische Lage Das Stonger Moos trennt den Winterstaudenkamm vom Hinteregger Grat, beides sind Untergruppen des Bregenzerwaldgebirges.
Beschreibung Im hinteren Grebentobel ist das Tal verbreitert und flacher. Geologisch besteht der Talboden hier aus Tonmergelgestein. Die wasserundurchlässigen Mergelschichten haben zu zahlreichen Hang-, Flach- und Hochmooren geführt. Sie sind als schützenswerte Biotope ausgewiesen und gelten als regional bedeutende Moorflächen. Es ist ein teils verheidetes Wollgras-Rasenbinsenmoor (Eriophoro-Trichophoretum caespitosi) mit schön ausgebildeten Schlammseggen-Schlenken (Caricetum limosae). Dort kommt das Sumpfblutauge (Potentilla palustris) häufig vor. An die Hochmoorbereiche schließen ein Braunseggenmoor (Caricetum fuscae) und ein Davallseggenried (Caricetum davallianae) an. Der Grebenbach mäandriert naturnah durch das Moor. An gefährdeten Arten sind in der Biotopfläche Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Schlamm-Segge (Carex limosa), Armblütige Segge (Carex pauciflora), Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata), Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Sumpf-Weidenröschen (Epilobium palustre), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris) und das Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris) zu finden.
Ausgewiesene Biotopflächen Auch die angrenzenden Gebiete sind als Biotope ausgewiesen, taleinwärts bis über den Schreiberesattel das Biotop Sammere und Gesertobelalpe, talauswärts das Biotop Alpe Wildmoos/Vielmoos, alle mit mehreren Teilflächen. Folgende Teilflächen sind als Biotope ausgewiesen: +Biotop-Nr.BiotopnameArtFläche in haAnmerkungen20404Stonger MoosHochmoor12,53 Hauptgebiet20404Stonger MoosHang-, Flach- und Quellmoore0,33 östlich der Stongenalpe20404Stonger MoosHang-, Flach- und Quellmoore2,54 nördlich der Schreiberealpe20405Sammere und GesertobelalpeHang-, Flach- und Quellmoore6,19sieben Teilflächen20403Alpe Wildmoos / VielmoosHochmoore3,86zwei Teilflächen Die ökologisch wertvollste Fläche ist das Hauptgebiet des Stonger Mooses. Neben zahlreichen gefährdeten Pflanzenarten leben hier auch Grasfrösche (Rana temporaria) und Erdkröten (Bufo bufo).
Siehe auch Grebenbach
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bezau F Stonger Moos Kategorie:Moor in Vorarlberg Kategorie:Geographie (Bezirk Bregenz)