Der Haarige Geisterpfeifenfisch (Solenostomus snuffleupagus) lebt im südwestlichen Pazifik von Queensland und Papua-Neuguinea bis Fidschi. Er wurde erst im Jahr 2026 erstbeschrieben und nach der Sesamstraßenfigur Mr. Snuffleupagus benannt.

Merkmale Wie alle Geisterpfeifenfische hat die sehr kleine Art einen kompakten Körper, der im vorderen Bereich höher als die maximale Breite ist. Die maximale Körperhöhe liegt bei 24,4 % bis 29,2 % der Standardlänge. Weibchen werden deutlich größer und haben einen höheren Körper, Männchen bleiben kleiner und sind schlanker. Die für die Erstbeschreibung untersuchten Exemplare waren 22 bzw. 33 Millimeter lang. Zahlreiche längliche Hautfäden verleihen dem Fisch ein auffallend zotteliges Aussehen. Diese Fäden sind besonders dicht an der röhrenförmigen Schnauze, den Kiefern, dem Kopf und den Flossenenden angeordnet. Im Vorderkörper bilden die schmalen, länglichen Knochen, die durch tiefe, eckige Zwischenräume voneinander getrennt sind, eine charakteristisches, kompaktes Gitter. Es gibt insgesamt 36 Wirbel. Die Strahlen der zweiten Rückenflosse und der Afterflosse werden von jeweils zwei ankerartige Knochen überspannt. Erwachsene Exemplare des Haarigen Geisterpfeifenfischs sind überwiegend orange- bis rot gefärbt. Kleinere Individuen, vermutlich Jungtiere zeigen dagegen tiefere Rot- bis Purpurtöne. Die erste Rückenflosse, die Brustflossen und die Schwanzflosse weisen durchweg drei längliche, orange, weiße oder violettfarbene Flecken auf.

Flossenformel: Dorsale 1 V, Dorsale 2 19–20, Anale 18–19, Pectorale 27, Caudale 15.

Lebensraum Der Haarige Geisterpfeifenfisch lebt in Geröllzonen neben und unterhalb der Flachwasser-Korallenriffe in Tiefen von 5 bis 30 Metern zwischen fadenförmigen roten Makroalgen, in denen er aufgrund seiner Färbung und seinem zotteligen Äußeren gut getarnt ist.

Einzelnachweise Graham Short und David Harasti (2026): Solenostomus snuffleupagus sp. nov., A hairy Ghost Pipefish (Teleostei: Solenostomidae) from the Southwest Pacific, with an integrative comparison to S. paegnius. Journal of Fish Biology. doi: 10.1111/jfb.70497

Kategorie:Seenadelartige