Super Seducer ist eine Reihe von Dating-Sim-Computerspielen, die vom Pick-up-Artist Richard La Ruina und seiner Firma RLR Training Inc. entwickelt wurden. Ziel der Spiele ist es, den Spielern zu vermitteln, wie sie Frauen mithilfe von Verführungstechniken daten können. Zwischen 2018 und 2021 wurden drei Spiele der Reihe veröffentlicht: Super Seducer: How to Talk to Girls, Super Seducer 2: Advanced Seduction Tactics und Super Seducer 3: The Final Seduction.
Die Spiele gewannen auf Plattformen wie YouTube und Twitch an Popularität, sorgten aber aufgrund der enthaltenen Dating-Ratschläge, Frauenfeindlichkeit sowie bestimmter Zwischenszenen für Kontroversen, was dazu führte, dass einige der Spiele auf Plattformen wie dem PlayStation Store und Steam nie veröffentlicht werden durften.
Spielprinzip Die Spielprinzipien der drei Spiele ähneln sich. Die Zwischensequenzen basieren auf Realfilmaufnahmen, woraufhin man im Anschluss eine Antwortmöglichkeit für das Date auswählen soll. Nach der Auswahl erklärt La Ruina, warum die gewählte Option schlecht, gut oder perfekt war. Je mehr richtige Entscheidungen man trifft, desto größer sind die Erfolgschancen beim Date. Jedes der Spiele umfasst zehn Kapitel.
Alle Spiele verfügen über eine Twitch-Integration, die es Zuschauern im Chat ermöglicht, über Optionen abzustimmen, sofern der jeweilige Twitch-Creator diese Funktion aktiviert hat.
Kontroversen Einige der verfügbaren Optionen in den Spielen führten zu Kontroversen, da diese zu Stalking, sexuellen Belästigungen und auch Frauenfeindlichkeit animieren würden. La Ruina erklärte, dass diese Szenen zur Unterhaltung eingefügt wurden, da die Spiele ansonsten langweilig wären. Später behauptete La Ruina jedoch, die Spiele seien keineswegs ernst zu nehmen, obwohl sie als realistische Dating-Spiele beworben wurden.
Eine Veröffentlichung des ersten Spiels der Reihe auf der PlayStation 4 war für Februar 2018 geplant, doch Sony blockierte die Veröffentlichung des Spiels im PlayStation Store. Zuvor wurde die Crowdfunding-Kampagne des Spiels auf Kickstarter auch suspendiert, nachdem die Kampagne über 23 Tausend Euro gesammelt hatte. Auch das dritte Spiel der Reihe durfte aufgrund von sexuellen Szenen mit realistischen Darstellern nicht auf Steam veröffentlicht werden.
Nachdem der Webvideoproduzent Chris „IAmPattyJack“ Hodgkinson das erste Spiel der Reihe in einem seiner Videos kritisierte, reichte La Ruina eine DMCA-Beschwerde gegen Hodgkinsons Video ein, woraufhin dieses von YouTube entfernt wurde. Später entschuldigte sich La Ruina und zahlte Hodgkinson 50 Dollar als Entschädigung für die entgangenen Werbeeinnahmen. Hodgkinson lehnte das Geld jedoch ab.
Im Rückblick auf die #MeToo-Bewegung räumte La Ruina später ein, dass er einige Aspekte des ersten Spiels anders gestalten würde.
Rezeption
Aufgrund der Kontroversen und der Qualität stießen alle drei Super-Seducer-Spiele bei Kritikern auf negative Resonanz.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Computerspielreihe