mini|Antonio Bezzola: Das Idol (1891) Antonio Bezzola (* 3. Juni 1846 in Campione d’Italia; † 20. April 1929 in Mailand) war ein italienischer Bildhauer.
Leben Bezzola wurde 1846 in Campione d’Italia geboren. Er begab sich früh nach Mailand, wo er zunächst Ornamentik bei seinem Onkel Giovanni Battista Boni lernte und von 1861 bis 1869 die Accademia di Brera bei Francesco Hayez, Giovanni Strazza und Pietro Magni besuchte. 1869 gab er sein Debüt mit einem nicht mehr erhaltenen Kain. 1872 löste er mit einer Traviata heftige Kontroversen aus. 1873 stellte er an der Weltausstellung in Wien aus. Bezzola blieb zeitlebens in Mailand und nahm hier wiederholt an Ausstellungen teil. 1884 schuf er zwei Bronzereliefs für das von Francesco Barzaghi projektierte Reiterdenkmal für Napoleon III. im Simplonpark in Mailand. 1885 war er am Mailänder Dom tätig. 1898 schuf er zahlreiche Büsten in London. Er starb 1929 im Alter von 82 Jahren in Mailand.
Werke mini|Gedenktafel für Antonio Bezzola in Campione d’Italia Bezzola wandte sich in seinem Werk vom zwischen Romantik und Verismus stehenden Stil seiner Lehrer eher ab und orientierte sich vor allem an Giuseppe Grandi und an der Scapigliatura. Dass er nur wenige Aufträge für größere Werke erhielt, ist auf seine Armut, das Fehlen einflussreicher Förderer und seinen schüchternen, zurückgezogenen Charakter zurückzuführen. 1873: Die Launen des Modells (I capricci del modellino), Privatsammlung, Wien 1883: Grabmal Bellotti Bon, Cimitero Monumentale, Mailand 1884: Die Zeit (Il Tempo), Grabmal Rossi, Cimitero Monumentale, Mailand 1884: zwei Bronzereliefs am Denkmal für Napoleon III., Mailand 1891: Das Idol (L’Idolo), Galleria d’Arte Moderna, Mailand 1893: Büste von Antonio Ghislanzoni, Bahnhofsvorplatz, Lecco 1896/97: Anrufung (Invocazione), Galleria d’Arte Moderna, Mailand 1907: Die Chirurgie (La Chirurgia), Bottini-Denkmal, Stradella 1912: Kruzifix (Crocifisso), Grabmal Strada, Friedhof von Bresso bei Mailand 1915: Das Schicksal (Il Fato), Grabmal von Filippo Carcano, Cimitero Monumentale, Mailand
Darüber hinaus schuf er zahlreiche Porträts. Weitere Werke von ihm befinden sich in London, Dresden und New York. Auf dem Friedhof Sant’Abbondio in Gentilino steht ein von ihm geschaffenes Grabmal.Katja Bigger: Collina d’Oro (= Schweizerische Kunstführer. Serie 87, Nr. 869). GSK, Bern 2010, , S. 46, Nr. 19.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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